Vor neuer IG Metall-Tarifrunde Warnstreiks bei BMW, MAN und MTU

Vor der neuen Tarifrunde streiken Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie, im Bild ein Mitarbeiter von MAN Truck & Bus vor der MAN-Zentrale in München (Oberbayern). Die IG Metall hat die Beschäftigten zu einem Warnstreik aufgerufen. Sie verlangt in einem Paket 6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitsprache der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeitern Foto: Sven Hoppe, dpa

Vor der neuen Tarifrunde der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in Fürstenfeldbruck Donnerstagmitt sind tausende Beschäftigte in Warnstreiks getreten. Die größten Aktionen waren laut IG Metall bei BMW, MAN und MTU.

 

München/Fürstenfeldbruck - Unmittelbar vor Beginn der vierten Tarifrunde für die bayerische Metall- und Elektroindustrie haben tausende Beschäftigte mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Zu den größten Aktionen gehörten nach Angaben der IG Metall Warnstreiks bei BMW, MAN und dem Triebwerkshersteller MTU.

Bayernweit rief die Gewerkschaft für Donnerstag mehr als 30 000 Beschäftigte zu Protesten auf. Insgesamt zählte die IG Metall seit dem Beginn der Warnstreiks Ende April bereits mehr als 100 000 Teilnehmer in Bayern.

Am Mittag (12.00 Uhr) kommen IG Metall und Arbeitgeber in Fürstenfeldbruck zu den Tarifverhandlungen zusammen. Mit einer Einigung wird aber angesichts der festgefahrenen Lage nicht gerechnet. Am Dienstag hatte es im wichtigen Tarifbezirk Baden-Württemberg keine Einigung gegeben, der als Vorbild für die übrigen Runden gilt. „Nachdem was wir in Baden-Württemberg erlebt haben, habe ich nicht die Illusion, dass wir uns einigen“, sagte ein Sprecher der IG Metall Bayern.

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, ein Vetorecht des Betriebsrats bei Leiharbeit und die unbefristete Übernahme der Beschäftigten nach der Ausbildung. Die Arbeitgeber boten 3 Prozent für 14 Monate und lehnten die übrigen Forderungen der Gewerkschaft ab.

 

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