Vor Heimspiel gegen TSV 1860 "Fantastische Fünf!" - VfB Stuttgart veräppelt sich selbst

, aktualisiert am 18.10.2016 - 10:41 Uhr
Michi Beck und Thomas D. (r.) von den Fantastischen Vier witzeln über VfB-Post bei Twitter. Foto: dpa/facebook

Gelungener PR-Gag oder unglücklicher Zeitpunkt? Vor dem Heimspiel gegen die Sechzger versucht der VfB Stuttgart vom jüngsten sportlichen Tiefschlag abzulenken – mithilfe einer deutschlandweit bekannten Hip-Hop-Gruppe.

 

München/Stuttgart - "Was haben der VfB und Fanta4 gemeinsam? Sie sind beide schon länger nicht mehr unter den ersten Zehn!" Michael Bernd Schmidt alias Smudo liest süffisant Tweets an den VfB Stuttgart unter der Serie "Steig in den Ring" vor.

Es ist eine lustige Runde aus der Hip-Hop-Kombo "Die Fantastischen 4" und dem dauerverletzten Stürmer Daniel Ginczek, kurzerhand in "Die Fantastischen 5" benannt. Bleibt die Frage, ob diese Wortschöpfung nach dem bitteren 0:5 beim Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden kreativ oder eher unglücklich ist.

Die Stimmung ist nicht nur bei den Löwen in Giesing angespannt, sondern auch bei den Schwaben in Stuttgart-Bad-Cannstatt. Bei der Hauptversammlung vor eineinhalb Wochen erteilten die versammelten Mitglieder weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat nach dem Bundesliga-Abstieg im Sommer die Entlastung. Wolfgang Dietrich, einst Sprecher des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart21, wurde als neuer Präsident regelrecht durchgeboxt.

Nun also der nächste sportliche Rückschlag. Michi Beck, ebenfalls ein großer Anhänger des VfB, liest in dem Spot weiter vor: "Wisst Ihr, was der VfB und Fanta4 gemeinsam haben. Beide spielen nicht mehr international." Beck und Thomas D. müssen herzhaft lachen, dann antwortet Beck: "Stimmt nicht, wir sind wenigstens noch in Österreich und der Schweiz vertreten."

Beide müssen lachen. Zu Lachen zumute ist vor dem Duell mit dem TSV 1860 am Freitagabend in der Mercedes-Benz-Arena (18.30 Uhr, im AZ-Liveticker) zumindest keinem der fußballerischen Kontrahenten mehr. Sechzig steckt als Tabellen-14. mal wieder tief im Schlamassel, und die Schwaben müssen aufpassen, dass sie als Sechster nicht den Abschluss an ganz oben verlieren.

 

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