Vor den Playoffs in der DEL EHC Red Bull München: Platz 1 - und nun?

Auf sie kommt’s in den Playoffs besonders an: Jason Jaffray (l.) und Michael Wolf, die besten Torschützen des EHC. Foto: gepa pictures

München Geschafft! Nach einer Saison mit einigen Tiefen, aber viel mehr Höhen hat sich der EHC Red Bull München erstmals als Sieger in der Hauptrunde der DEL durchgesetzt – und geht von der Pole Position in die Playoffs um die deutsche Meisterschaft, die am kommenden Dienstag, 15. März (19.30 Uhr), mit einem Heimspiel (der Gegner steht noch nicht fest) beginnen.

 

„Herzlichen Glückwunsch an meine Mannschaft“, lobte Trainer Don Jackson nach dem abschließenden 3:1-Sieg in Ingolstadt. „Wir hatten einen schwierigen Start in die Saison, aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Meine Mannschaft hat die ganze Saison über Charakter und Entschlossenheit gezeigt.“ Tatsächlich glich die Saison des EHC lange einer Achterbahnfahrt, Sieg und Niederlage wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit ab. Erst kurz vor Weihnachten gelang es den Münchnern, Konstanz in ihre Leistungen zu bringen. Mit dem Sieg in Berlin Anfang Februar erklommen sie erstmals die Tabellenführung.  Doch nun werden die Karten neu gemischt, mit den Playoffs beginnt die Saison erst richtig. Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie geht es nun weiter beim EHC? 
Erstmal mit ein paar Tagen Pause, bevor Trainer Don Jackson am Donnerstag wieder zum Training bittet. „Wir können uns jetzt erstmal zurücklehnen und die Preplayoffs anschauen“, sagt Stürmer Jason Jaffray, mit 21 Saisontoren der beste Schütze des EHC. „Wir haben jetzt eine Woche Zeit, um den Kopf freizukriegen. Bis Donnerstag können wir die Pause genießen, dann geht’s darum, langsam wieder reinzufinden, damit wir für nächste Woche bereit sind“, sagt Youngster Dominik Kahun (20), mit 12 Toren und 22 Vorlagen Shootingstar beim EHC. Dienstag nächster Woche steigt das erste Viertelfinalspiel.

Was bringt dem EHC Platz 1 nach der Hauptrunde?
Das Wichtigste: Heimrecht in jeder Playoffrunde bis zum möglichen Finale. Das heißt: Der EHC beginnt jede Serie mit einem Heimspiel und würde auch in allen entscheidenden Partien – gespielt wird im Modus Best of seven – zu Hause antreten. Außerdem hat sich der EHC ein Ticket für die Champions Hockey League gesichert. Dass aber eine gute Hauptrunde schnell nichts mehr wert ist, diese Erfahrung musste Jacksons Team im vergangenen Jahr machen, als die Red Bulls als Zweiter alle vier Viertelfinalpartien gegen den Siebten Wolfsburg verloren.

Auf welchen Gegner könnte der EHC im Viertelfinale treffen?
Köln und Mannheim sowie Ingolstadt und Straubing spielen ab morgen in der Playoff-Qualifikation die letzten Viertelfinaltickets aus. Der EHC kann auf Meister Mannheim, Vizemeister Ingolstadt oder Außenseiter Straubing treffen.

Welchen Gegner hätte der EHC am liebsten?
Einhellige Antwort der Spieler: Das ist egal. „Alle Teams, die in den Playoffs stehen, sind gut“, sagt Routinier Yannic Seidenberg. „Wir müssen voll konzentriert sein und unser bestes Eishockey spielen, sonst können wir ganz schnell ausscheiden, wie man letztes Jahr gesehen hat.“ Und Kahun sagt: „Wir wollen es auf jeden Fall besser machen als letztes Jahr. Wenn man Meister werden will, muss man sowieso jeden schlagen.“

Wer sind die größten Konkurrenten um die Meisterschaft?
„Die DEL ist so ausgeglichen, dass jeder jeden schlagen kann“, sagte Bundestrainer Marco Sturm dem „Kicker“. Heißester Kandidat neben dem EHC ist DEL-Rekordmeister Berlin, der unter Ex-Bundestrainer Uwe Krupp wieder in die Spur gefunden hat. Iserlohn ist als Tabellendritter das Überraschungsteam der DEL und wegen seiner Heimstärke nicht zu unterschätzen. Meister Mannheim hingegen enttäuschte total, kam als Zehnter gerade noch in die Playoffs. Doch wie gesagt: Die Karten werden neu gemischt.

 

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