Vor den Heimspielwochen Sasa Djordjevics klare Botschaft

München Sasa Djordjevic versammelte sein Team auf dem Court und richtete ein paar Worte an die Basketballer des FC Bayern. Die Profis begannen dann mit ein paar Wurfübungen, während der Coach am Spielfeldrand auf einem Stuhl vor einer Journalistenrunde Platz nahm. Und Djordjevic hatte, wie er es selbst formulierte, „eine Message“ mitgebracht.

 

„Unsere Spieler müssen sich intensiv auf jeden Gegner vorbereiten“, sagte der Serbe also und stellte gleich mit seinem nächsten Satz genau das in Frage: „Ich bin nicht sicher, ob das jeder macht.“ Rumms! Diesen Eindruck hat er ausgerechnet nach dem Debakel in Bamberg (59:90) gewonnen. Wie der ehemalige Weltklassespieler sich die Gegnervorbereitung vorstellt? „Sie müssen alles von ihm wissen, über den Verein, die Spieler, über deren Karriere und Charakteristiken, einfach jedes kleinste Detail“, sagte er: „Basketball muss ihre Obsession, ihre Besessenheit, werden!“

Jene bedingungslose Leidenschaft hatte er zuletzt bei seinem Team vermisst. „Wir dürfen so etwas nicht mehr zulassen, was am Sonntag in Bamberg passiert ist“, sagte der 49-Jährige auf AZ-Nachfrage, „wir müssen Kampfgeist, Einstellung und Körpersprache zeigen.“ Zumindest die Physis in der Defensive lobte Djordjevic nun nach dem 68:44-Auswärtssieg am Mittwochabend im Eurocup, „aber Podgorica ist nicht Bamberg“. In dem großen Rivalen sieht Djordjevic gewissermaßen sogar Bayerns Vorbild. „Bamberg ist eine großartige Mannschaft und das zeigen sie in jedem Spiel. Das ist genau das, was wir in Zukunft tun wollen.“

Die Hoffnung auf den Weihnachtsmann

Als einen Schritt in die richtige Richtung wertete Djordjevic den Erfolg im Eurocup zwar: „Wir hätten an uns selbst zweifeln können. Das haben wir aber nicht getan.“ Dennoch habe er „das Gefühl, dass wir im Moment offensiv nicht das Team sind, das wir vor zwei Wochen noch waren. Der Court lügt niemals.“ Und dort hat der FCBB in Bamberg eben eine empfindliche Niederlage kassiert. „Es liegt an den Spielern, sich wieder Selbstvertrauen zu holen“, sagte Djordjevic: „Ich kann nicht für sie dunken, scoren oder verteidigen. Leider. Außer der Weihnachtsmann verschafft mir wieder schnelle Beine.“

Nun, auf den Weihnachtsmann müssen Djordjevic und die Bayern noch ein wenig warten. Zunächst bietet ihnen eine Heimspielwoche mit drei Partien in München, die mit dem Match gegen Bremerhaven (Sonntag, 18 Uhr) beginnt, die Möglichkeit, ihren Rhythmus wieder zu finden. Dabei wird sich auch zeigen, ob Djordjevics Message bei seinen Spielern angekommen ist.

 

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