Vor dem DFB-Pokalfinale Ribéry: "Wenn wir verlieren, war es keine gute Saison"

Für Franck Ribéry hängt die ganze Saison der Bayern am Pokalfinale am Samstag. Foto: Gregor Feindt

Am Samstag steigt das deutsche Clàsico in Berlin. Vor dem DFB-Pokalfinale sprach der zuletzt angeschlagene Franck Ribéry über Einsatzchancen, Rivalität und seine persönliche Saisonbilanz.

 

München – Pokalfinale 2012, Champions-League-Finale 2013, Pokalfinale 2014 - das Duell zwischen dem FC Bayern und dem BVB wird seinem Ruf als deutscher Clásico mehr und mehr gerecht. Am Samstag treffen die beiden Rivalen wieder in Berlin aufeinander. Die Bayern können zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte das Double holen. Der BVB will seinen Bayern-Verfolgerstatus bestätigen und wenigstens einen Titel nach Dortmund holen.

Franck Ribéry, der zuletzt mit Rückenproblemen gehandicapt war, hat seit Dienstag wieder mit der Mannschaft trainiert. Am Mittwoch sprach er beim Pressetalk an der Säbenerstraße über...

... seinen Gesundheitszustand: „Ich hoffe, in Berlin spielen zu können. Ich fahre mit nach Berlin. Aber es wird eng, dass ich von Anfang an infrage komme, vielleicht sitze ich auf der Bank. Für 90 Minuten wird es schwierig. Ich hatte zehn Tage Pause, konnte nichts machen, erst ab Samstag konnte ich wieder 20 Minuten laufen, mein Rücken ist nach dem Training noch ein bisschen fest. Ab Dienstag habe ich mit der Mannschaft trainiert."

... die Rivalität der Clubs: "Wenn wir am Samstag gewinnen, haben wir eine große Saison gespielt. Wir müssen bereit sein für diesen Titel. Wenn wir verlieren, verlieren wir erstens diesen Titel und zweitens gegen Dortmund. Die Rivalität gegen den BVB ist groß, eine lange Geschichte. Wir haben zu Hause mit 0:3 verloren."

... den Schlüssel zum Sieg: "Wir müssen ruhig bleiben, wie ein Team spielen, zusammen arbeiten, laufen. Wir müssen frei sein im Kopf, nicht mit Angst. Das Motto ist: Mit Spaß spielen und gewinnen."

... die Verfassung der Mannschaft: "Wir haben genug Spieler, der Trainer muss entscheiden, wer fit ist. Vielleicht kann ich etwas machen, etwas helfen. Es ist gut für den Kopf, wenn ich bei der Mannschaft bin, in der Gruppe."

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... das 2:5 im Finale 2012: "Damals haben wir es schlecht gemacht."

... den Gegner: "Sie sind eine gute Mannschaft, spielen schnell nach vorne, wir müssen ihre Konter kontrollieren."

... den Saisonverlauf: "Bis Februar, März haben wir gut gespielt. Als wir so früh Meister waren, gab es ein Problem. Es war eine neue Situation für uns alle. Ich brauche Spiele für meinen Rhythmus, für meine Schnelligkeit, für das Eins gegen Eins. Andere Spieler brauchen das nicht, brauchen vielleicht Pausen. Ich brauche eine Pause nach fünf, sechs Spielen, nicht nach jedem Spiel. Ich habe gesagt, Trainer, das ist eine neue Situation für mich. Wir haben jetzt daraus gelernt, das ist Fußball. Der Trainer hat Verständnis dafür. "

... eine mögliche Niederlage am Samstag: Wenn wir verlieren gegen Dortmund, war es in meinen Augen keine gute Saison.

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