Vor Auslosung Real-Fans mit Respekt vor FC Bayern

Zwei Umfragen in Spanien verdeutlichen: Die Real-Fans sind vor der Champions-League-Auslosung hin und her gerissen - sofortige Revanche gegen Bayern oder doch lieber den Angstgegner vermeiden?

 

München - In Madrid gibt es bekanntlich zwei Sporttageszeitungen, die Tag ein Tag aus seitenweise über Real Madrid berichten: Die "Marca" auf der einen, die "As" auf der anderen Seite. Vor der Auslosung des Champions-League-Achtelfinals am 20. Dezember haben beide auf ihren Internetseiten nun Umfragen zu den möglichen Gegnern von Real gestartet - mit widersprüchlichen Ergebnissen.

Die "As" fragte ihre User: "Welchen Gegner soll Real nicht bei der Auslosung erwischen?" Fast 48.000 Stimmen wurden gezählt. Das nicht ganz überraschende Ergebnis: Der FC Bayern, der Angstgegner - auf Spanisch: "la bestia negra" - muss es für die Real-Fans nicht unbedingt sein.

38 Prozent nannten Bayern als den Bitte-nicht-Gegner. Auf Platz zwei: Schalke 04 (28 Prozent) - zum einen schwang dabei wohl Respekt für den Ex-Klub der eigenen Vereinslegende Raúl durch, zum anderen sind die Königsblauen für den Anhang der Königlichen höchstwahrscheinlich schlicht zu unattraktiv. Am seltensten nannten die Fans bei der "As" Paris St. Germain und Juventus Turin.

Juve also als Lieblingsgegner? Weit gefehlt, wie die Umfrage der Umfrage der "Marca" deutlich machte. Dort fragte man andersherum: "Wen würden Sie sich als Gegner für Real wünschen?" Und auch dort schnitt Juventus am schlechtesten ab (12,3). Top-Antwort der "Marca"-Nutzer: Schalke 04 (34,7 Prozent), offensichtlich als leichter Gegner auserkoren.

Überraschend auf Platz zwei: die Revanche gegen den FC Bayern (23 Prozent), was die "Marca" zu der Überschrift "Mehr Angst vor Juve als vor Bayern" veranlasste. Gegen den FC Bayern war Real bekanntlich vergangenen April im Halbfinale erst im Elfmeterschießen gescheitert.

Bei der Auslosung am 20. Dezember werden die Gruppensieger der acht Königsklassen-Vorrundengruppen gegen die Gruppenzweiten gelost. Real schnitt in der Gruppe mit Borussia Dortmund nur auf Platz zwei ab.

 

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