Vor Amanda Byne Diese Stars waren bereits in der Psychiatrie

Amanda Bynes im Juni 2013 auf dem Weg ins Strafgericht von New York City Foto: ddp images

Vor wenigen Tagen wurde Amanda Bynes gegen ihren Willen von ihren Eltern in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Doch mit diesem Schicksal ist die 28-jährige Schauspielerin bei Weitem nicht allein.

 

Immer wieder ist davon zu lesen, dass Stars wegen psychischer Probleme in Behandlung müssen. Jüngstes Opfer ist Ex-Kinderstar Amanda Bynes. Die 28-Jährige wurde vor wenigen Tagen in eine Klinik in Los Angeles eingewiesen - gegen ihren Willen. Ihre Eltern hatten diesen Schritt veranlasst, nachdem Amanda jüngst wieder durch Trunkenheit am Steuer und vor allem wirre Tweets in die Schlagzeilen geriet.

Unter anderem warf sie ihrem Vater sexuellen Missbrauch vor, revidierte dies jedoch kurz darauf im Kurznachrichtendienst wieder. Ihr zunächst auf 72 Stunden veranschlagter Klinikaufenthalt wurde nun auf 14 Tage verlängert. Laut "TMZ" ist Bynes wegen der Einweisung äußerst sauer auf ihre Eltern und soll angeblich nun sogar gesagt haben, dass die Beziehung zu ihren Eltern "für immer zerstört" sei.

Die blonde Schauspielerin war bereits im vergangenen Jahr in Behandlung, dabei diagnostizierten die Ärzte angeblich unter anderem Schizophrenie. Aber Bynes ist kein Einzelfall. Diese Stars landeten ebenfalls schon beim Psycho-Doc.

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Das Leben des Popstars geriet Mitte der 2000er Jahre schleichend aus den Fugen. Britney Spears (32, "Work Bitch") frönte dem Alkohol und Drogen, rasierte sich die Haare ab und verlor nach der Scheidung von Kevin Federline 2007 sogar das Sorgerecht für ihre beiden Söhne. Trauriger Höhepunkt des tiefen Falls: Ende Januar 2008 wurde die Sängerin in eine Klinik zwangseingewiesen, da das "unberechenbare Verhalten" des blonden Pop-Idols eine "Gefahr für sich und andere" darstelle, wie "TMZ" damals berichtete.

Bereits wenige Wochen zuvor wurde Spears in einer Klinik psychisch behandelt, weil sie sich weigerte, ihre Kinder nach einem Besuch wieder herauszugeben. Der erneuten Zwangseinweisung hatte sich Spears nicht widersetzt. Angeblich soll die damals 26-Jährige an Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen gelitten haben. US-Medien berichteten damals sogar von vereitelten Selbstmordabsichten.

Paris Jackson

Paris Jackson wollte sich 2013 das Leben nehmen Foto:ddp images

Die Tochter des King of Pop versuchte sich im Sommer letzten Jahres tatsächlich das Leben zu nehmen. Mit einem Küchenmesser hatte sich Paris Jackson (16) an beiden Handgelenken die Pulsadern aufgeschnitten und zudem eine Überdosis an Medikamenten genommen. Zuvor rief sie noch bei einer "Selbstmord-Hotline" an und kündigte ihren Suizid an.

Die alarmierten Rettungskräfte fanden die blutüberströmte Teenagerin. Ihre Verletzungen seien jedoch nicht lebensbedrohlich gewesen. Anschließend wurde Paris in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses betreut. Als Grund für den versuchten Selbstmordversuch nannte eine Quelle dem "People Magazin", dass die Tochter von Michael Jackson unter schweren Depressionen litt. Außerdem vermisse sie ihren toten Vater sehr, erklärte der Insider damals weiter. Sie fühle sich "sehr einsam und ungeliebt".

Lindsay Lohan

Alkohol und Drogen brachten Lindsay Lohan beinahe in die Psychiatrie Foto:ddp images

Beinahe freiwillig wollte sich scheinbar Lindsay Lohan (28, "The Canyons") vor gut zwei Jahren in die Psychiatrie einweisen lassen. Dem skandalösen It-Girl drohte nach einem Autounfall mit anschließender Falschaussage nämlich ein Gastaufenthalt von bis zu einem Jahr im Knast. Um dieser Strafe zu entgehen, wollte LiLo eine Therapie machen. Dumm nur, dass ihr das nötige Kleingeld damals fehlte.

Zwei Jahre zuvor wäre sie aber beinahe auf gerichtliche Anordnung in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert worden. Polizisten, die zum Schutz vor Paparazzi an Lohans Seite abgestellt wurden, wollten die damals 23-Jährige nach mehreren Drogen- und Alkoholexzessen einweisen lassen. Jedoch sei Lohans Zustand noch nicht kritisch genug gewesen, um eine rechtliche Grundlage durchzuboxen.

Mischa Barton

Auch Mischa Barton hatte mit Alkohol und Drogen zu kämpfen Foto:ddp images

Alkohol und Drogen brachten auch die britisch-irische Schauspielerin Mischa Barton (28) vor fünf Jahren in die Psychiatrie. Der "O.C. California"-Star musste ebenfalls zwangseingewiesen werden. Bartons Sprecher sagte damals dem "People"-Magazin: "Mischa wurde auf Empfehlung ihres Arztes in die Klinik eingewiesen und bleibt dort erst einmal." Die Schauspielerin soll laut Freunden unter persönlichen Problemen gelitten haben.

Silva Gonzalez

Ließ sich freiwillig in die psychiatrische Klinik einweisen: Silva Gonzalez Foto:ddp images

Aber nicht nur in den USA und England gibt es Stars, die auf die Hilfe von Ärzten und Psychologen angewiesen sind. Erst Ende vergangenen Jahres ließ sich Dschungelcamper und Ex-Hot-Banditoz-Sänger Silva Gonzalez (35) in eine psychiatrische Klinik einweisen - freiwillig. "Ich hatte Selbstmordgedanken, hatte mir die Tabletten schon raus gelegt", erklärte er seine Beweggründe der "Bild"-Zeitung.

Gerettet habe ihn der "Gedanke, dass ich das meiner Mutter nicht antun kann". Seine Schwester habe ihn dann in die Hamburger Asklepios Klinik gefahren. Begründet hatte er seine Suizidabsichten so: "Als Mensch bin ich jemand, der wirklich versucht, alles erstmal positiv zu sehen. Wenn man dann aber niemanden hat, mit dem man auch mal traurig sein kann, dann wird es eben schwer. Ich habe zu lange alles versteckt und weggedrückt."

Hubert Kah

Hubert Kah leidet seit 1989 unter schweren Depressionen Foto:ddp images

Durch die Show "Promi Big Brother" wurde die Öffentlichkeit auch wieder auf einen längst vergessenen Star aus den 80er Jahren aufmerksam: NDW-Sänger Hubert Kah (53, "Sternenhimmel"). 1989 wurde festgestellt, dass er an schweren Depressionen litt. Bis heute habe er die Krankheit nicht hinter sich gelassen, wie die "Welt" berichtete.

Trotzdem habe er in all den Jahren noch nie vorgehabt, Selbstmord zu begehen. Er glaube, es läge noch eine Aufgabe vor ihm, auch wenn es nur die sei, einen anderen depressiven Menschen vom Schlimmsten abzuhalten. Zuletzt war Kah im Februar 2014 in der Schweiz in einer psychiatrischen Klinik zur Behandlung.

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

 

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