Von Lawine verschüttet Ramsau: Skitourengeher aus 2.000 Metern Höhe gerettet

Mehr als fünf Stunden lang waren 18 Ramsauer Bergwachtler im Einsatz um einen verletzten Skitourengeher zu bergen. Foto: BRK Berchtesgadener Land

Ein Skitourengeher wurde am Samstag von einer Lawine verschüttet. Er überlebte leicht verletzt. Bei seiner Rettung hatte die Bergwacht mit allerhand Schwierigkeiten zu kämpfen.

 

Ramsau - Ein 53-Jähriger Skitourengeher hatte am Samstag Glück im Unglück: Er wurde am Ofentalschneid in rund 2.000 Metern Höhe am Hochkalter von einer Lawine mitgerissen und komplett verschüttet. Fünf andere Skitourengeher rettete den Verschütteten, der bei dem Lawinenabgang nur leicht verletzt wurde. Sein Bein schaute aus dem Schnee heraus, innerhalb weniger Minuten hatten sie den Bewusstlosen ausgegraben. 

Gegen 14 Uhr ging bei der Leitstelle in Traunstein der Notruf ein. Die schockte den Rettungshubschrauber und die Bergwacht los. Starke Windböen erschwerten den Rettungseinsatz zusätzlich: Dem Piloten gelang es nur einen ersten Trupp bestehend aus Notarzt und Bergrettern abzusetzen. Beim zweiten Anflug musste der Pilot wegen des Winds abdrehen und die Einsatzkräfte auf 1.400 Metern absetzen. 

Rettung mit Pech und Pannen

Die kämpften sich auf Skiern bis zu der Unglückstelle vor. Weitere Retter machten sich mit einem All-Terrain-Vehicle auf den Weg - wurden aber massiv durch umgestürzte Bäume aufgehalten. Insgesamt waren 18 Bergretter und drei Hubschrauber im Einsatz. Eine 58-Jährige aus Bad Reichenhall verletzte sich während der Arbeiten. 

Trotz der vielen Rückschläge schafften die Retter es, den Verletzten in einem günstigen und windstillen Moment in einen Hubschrauber zu laden und ins Tal zu bringen. Die Bergwacht Ramsau war bis 19.30 Uhr rund fünfeinhalb Stunden lang im Einsatz.

 

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