Von Laim bis Hackerbrücke S-Bahn-Stammstrecke ist jetzt eingezäunt

 Foto: SG

Immer wieder kommt es wegen Personen im Gleisbereich zu Störungen im S-Bahnverkehr. Ein über sechs Kilometer langer Zaun soll das künftig verhindern.

 

München - Störung wegen Personen im Gleis - für Münchens S-Bahnfahrer und Pendler aus dem Großraum der Landeshauptstadt sind das schon seit Langem Reizworte. Meist kommt es dann kurzzeitig zum kompletten Stillstand, die Verzögerungen im S-Bahntakt setzen sich bis in die Außenäste der Bahn fort. Besonders auf der Stammstrecke sind solche Sperrungen problematisch - weil dort alle S-Bahnen entlang fahren.

6,3 Kilometer lang

Um die Störungen in den Griff zu bekommen, ist nun ein Teil der Strecke eingezäunt worden. Auf 6,3 Kilometern Länge soll ein hohes Stahlgitter den Gleisbereich zwischen Pasing und Laim bis zur Hackerbrücke vor Eindringlingen schützen. "Der Zaun dient in diesem Fall der Qualitätssicherung, weil die Sperrungen immer große Zeitverzögerung zur Folge haben", sagt Bahn-Sprecher Michael-Ernst Schmidt. "Wir wollen jetzt aber nicht anfangen, ganze Zugstrecken einzuzäunen."

Die Bahn sorgte in diesem Fall für 1.850 Meter Zaun, das Gitter für die restliche Strecke mussten die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke - wie am Arnulfpark - errichten, eine Vorgabe des Bebauungsplans.

318 Störungen im Jahr 2016

Wie hoch die Kosten für den Zaun sind, will die Bahn nicht veröffentlichen. Ebenso wie die Anzahl der S-Bahn-Störungen aufgrund von Personen im Gleis in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr seien es 318 gewesen, in 2015 kam es zu 287 solcher Störungen.

Im Moment gibt es noch einige Lücken im Zaun. Sie werden demnächst mit Türen versehen, die sich von innen öffnen lassen - falls Züge auf offener Strecke stehen bleiben und evakuiert werden müssen.

 

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