Vom Zoll erwischt 310 000 Zigaretten geschmuggelt

So viele Zigaretten wurden in Bayern seit 10 Jahren nicht mehr in einem Auto gefunden. Foto: Zoll Regensburg

Ein Mann versucht in seinem Auto 310 000 Zigaretten zu schmuggeln. Doch die Regensburger Zöllner kommen ihm auf die Schliche.

 

Regensburg - Am Montag kontrollierten Zollbeamte aus Regensburg entlang der Autobahn 3 in der Nähe von Regensburg einen aus Richtung Passau kommendes Auto. Auf Befragen gab der 35-jährige südosteuropäische Fahrer an, keinerlei anmeldepflichtigen Waren mit sich zu führen.

Bei der Überprüfung des Fahrzeugs staunten die Zöllner nicht schlecht: Zunächst entdeckten sie im Kofferraum circa 400 Stangen Zigaretten. Daraufhin wurde der Pkw in eine Überholungshalle gebracht, wo das Fahrzeug richtig unter die Lupe genommen wurde. Verteilt auf Rücksitzbank, Beifahrersitz, Reserveradmulde, Dachbox und unter dem Fahrersitz fanden die Zöllner insgesamt 1542 Stangen unversteuerte Zigaretten. „Das komplette Auto war mit Zigarettenstangen zugeschichtet“, so ein Zöllner. Dieser Aufgriff ist Bayernweit der größte seit etwa zehn Jahren.

Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung wurde der Fahrer des Pkw vorläufig festgenommen und ein Steuerstrafverfahren gegen ihn eingeleitet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg ordnete das Amtsgericht Regenburg am Dienstag die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an. Der verhinderte Steuerschaden liegt bei circa 60.000 Euro.

 

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