Vom Rap zum Polizeiorchester So schön wird die lange Nacht der Musik

Der Innenhof des Innenministeriums ist der letzte Rest des legendären Odeon – Münchens altem Konzertsaal. Er gab dem Odeonsplatz den Namen. Foto: Sammy Minkoff

Kaum jemand kennt das Odeon mitten in München, nach dem der gleichnamige Platz benannt ist. In der Langen Nacht der Musik wird der heutige Hof des Innenministeriums wieder bespielt.

 

München - Die Musikkapelle des türkischen Sultans, aber auch Johannes Brahms, Richard Strauss oder Igor Strawinsky traten hier auf. Geblieben ist aber nur der Name. Und ein normalerweise nicht zugänglicher Hof an dem Platz, dem der Bau seinen Namen gab: das ehemalige Odeon.

Der 1828 eröffnete Bau des Architekten Leo von Klenze war einst Münchens Konzertsaal. Er wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute ist dort das Innenministerium untergebracht, der ehemalige Konzertsaal ist ein überdachter Innenhof, der normalerweise nicht zugänglich ist.

Knapp 1.000 Spielorte bei der Langen Nacht der Musik

Am Samstag wird er bei der Langen Nacht der Musik wieder mit Klang erfüllt. Um 20 Uhr spielen Musiker des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Später präsentiert das Polizeiorchester Bayern mit drei verschiedenen Ensembles Musik der Gegenwart.

Das Odeon ist einer von rund 1.000 Spielorten der Langen Nacht der Musik. Karten für Kurzentschlossene gibt es ab 13 Uhr am Kassenhäuschen am Odeonsplatz. Der Besucher hat mit einem Kombiticket für 15 Euro Zutritt zu allen Veranstaltungen.

Ein weiteres Zentrum der Nacht ist der Gasteig. Hier wird passend zum Faust-Festival die Walpurgisnacht gefeiert. Mit 30 Veranstaltungen ist in der größten Spielstätte der Langen Nacht der Musik von Indie-Rock über Pop, Jazz, A-Cappella-Chören, Alternative-Rock bis Klassik, Klezmer und Swing alles vertreten.

Ein Schwerpunkt ist dieses Jahr Ladies Rap mit teuflisch guten Musikerinnen wie Taiga Trece und der Münchner Rapperin Ebow. In der Philharmonie spielt das Symphonische Ensemble München Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 mit Bernhard Siegel unter der Leitung von Felix Mayer.

MVG macht Überstunden: Mit der Blues-Tram durch München

Damit die Musik-Fans bei der Langen Nacht der Musik am Samstag auch komfortabel alle Ziele erreichen, bastelt die MVG wieder ein passendes Angebot. Es gibt Shuttle-Busse, eine Leihstation für MVG-Radl und eine ganz besondere Tram. Die bewährten Shuttle-Busse sind auf vier Linien im Zehn-Minuten-Takt unterwegs, Knotenpunkt ist der Odeonsplatz. Die Busse starten ihre Rundtouren um ca. 19.30 Uhr und bedienen die Tour Zentrum (Linie 91), die Tour Südwest (Linie 92), die Tour Schwabing (Linie 93) und die Tour Ost (Linie 94). Die letzten Busse starten jeweils gegen 3 Uhr am Odeonsplatz zu einer letzten Runde.

Für den Heimweg stehen die Nachtlinien zur Verfügung: Ab 1.30 Uhr fahren ab Odeonsplatz die Busse N40, N41 und N45 im 15- bzw. 30-Minuten-Takt. Ansonsten treffen sich alle Nachtlinien wie immer am Stachus. Das Kombiticket gilt übrigens für alle Veranstaltungen und als Fahrkarte für die Busse. Aber Achtung, nicht für den An- oder Abfahrtsweg mit den Öffentlichen.

Zusätzlich hat die MVG ein eigenes Musik-Angebot im Einsatz: Von 20 bis circa 1 Uhr fährt die „Ois is Blues-Tram“ ab Max-Weber-Platz stündlich eine Runde durch die Innenstadt – über den Ostbahnhof, Maxmonument, Theatinerstraße, Hauptbahnhof, Stachus, Sendlinger Tor und Isartor. Der Name ist Programm: An Bord wird live Blues und Boogie-Woogie gespielt. Fahrgäste können unterwegs an jeder Station zu- oder aussteigen.

Karten für die Nacht gibt es ab 13 Uhr Karten auf dem Odeonsplatz.

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