Vier Stunden, 70 Fahrzeuge Münchner Polizei verhindert riesigen Hochzeitskorso im Hasenbergl

Mit zeitweise 50 Beamten versuchte die Münchner Polizei den Korso einer türkischen Hochzeit im Zaume zu halten. (Symbolbild) Foto: Thomas Kraus/dpa

Am Samstagnachmittag ist die Münchner Polizei damit beschäftigt, einen Hochzeitskorso mit etwa 70 Fahrzeugen im Zaum zu halten. Trotz hoher Polizeipräsenz zeigen sich einige Teilnehmer uneinsichtig.

 

München - Wieder einmal hat eine Hochzeitsgesellschaft für einen großen Polizeieinsatz gesorgt. Insgesamt etwa 50 Beamte waren im Einsatz, um testosterongesteuerte junge Männer davon abzuhalten, mit Gehupe, quietschenden Reifen und anderem Imponiergehabe durch die Stadt zu rasen. Die Polizei begleitete die Gesellschaft bis zum Frankfurter Ring, wo die eigentliche Feier stattfand.

Ein paar unbelehrbare Hochzeitsgäste befiel auf der Fahrt dorthin der Übermut. Da sie sich nicht an die Vorgaben hielten, stellte die Polizei zwei Motorräder sicher und schrieb Strafzettel wegen diverser Verstöße aus.

70 Autos im Hasenbergl am Samstagnachmittag

Am Samstagnachmittag, gegen 15 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass in der Thelottstraße im Hasenbergl etwa 70 Autos die ganze Straße zuparkten. An den Seitenspiegeln flatterten türkische Fähnchen und weiße Hochzeitsbändchen.

Noch bevor sich die Spitze des Korsos in Bewegung setzen konnte, rückte die Polizei an. Sie blockierte die Straße. Anschließend bekam der Vater (51) der Braut eine ernste Ansprache. Die Polizei teilte ihm mit, dass ein Korso ohne verkehrsrechtliche Genehmigung nicht erlaubt ist. Nur fünf Fahrzeuge durften blockweise hintereinanderfahren. Der Brautvater gab’s so weiter.

Polizei konfisziert Motorräder

Laut Polizei hielten sich fünf Fahrer, die auf Harley Davidson-Motorrädern vor einem Block fuhren, trotzdem nicht an die Regeln. Sie wollten immer wieder mit quietschenden Reifen nach vorn aufschließen, fuhren außerdem über Rot.

Eine Polizeisprecherin: "Bevor die Feier starten konnte, hatten sich die Motorradfahrer wegen der Verstöße und technischen Veränderungen an ihren Fahrzeugen zu verantworten." Zwei Motorräder wurden sichergestellt. Mehrere Führerscheine dürften auch bald weg sein.

 

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