Viel Arbeit für Feuerwehr Heftige Unwetter in Nord- und Ostbayern

Neumarkt: Schwere Gewitter ziehen mit Blitz und Donner über die Oberpfalz. Foto: Thomas Aumeier/J.Masching/dpa

Wieder sind schwere Unwetter über Teile von Bayern niedergegangen. Faustgroßer Hagel hat eine Stadt im Osten schwer getroffen.

Furth im Wald - Temperatursturz, sintflutartige Regenschauer, lautstarkes Donnergrollen - am Montagnachmittag sind schwere Gewitter über Nord- und Ostbayern hinweggezogen. Besonders getroffen wurde Furth im Wald (Landkreis Cham) an der Grenze zu Tschechien.

Nach Angaben eines Sprechers der örtlichen Polizei sei faustgroßer Hagel auf die Stadt niedergegangen. Zahlreiche Dächer und Fahrzeuge seien teils schwer beschädigt worden. Alleine sieben Polizeiautos seien in Mitleidenschaft gezogen worden, vier seien nicht mehr fahrbereit. Die Stadt und Einsatzkräfte habe einen Krisenstab eingerichtet. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

An anderen Orten in der Oberpfalz wehte der Wind Bäume um, Autos kamen wegen Auqaplanings von der Straße ab, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums sagte. Auch in Oberfranken hatten Polizei und Feuerwehr allerhand zu tun. Die Leitstellen Bamberg/Forchheim und Bayreuth/Kulmbach zählten rund 200 Einsätze wegen vollgelaufener Keller, überfluteter Straßen oder umgestürzter Bäume.

Starkregen: Großeinsatz in Karlstein am Main

Die Polizei musste in dem Regierungsbezirk mindestens 30 Mal ausrücken. Die Bahnstrecke zwischen Pegnitz und Speichersdorf (beide Landkreis Bayreuth) wurde von Starkregen unter- und überspült. Der Zugverkehr wurde vorübergehend eingestellt. Nach ersten Angaben der Einsatzkräfte wurde auch in Oberfranken niemand verletzt.

Heftiger Regen mit Dutzenden Litern pro Quadratmeter hat in Karlstein am Main nördlich von Aschaffenburg für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Mehrere Straßen standen am Montagnachmittag rund 15 Zentimeter hoch unter Wasser, in Tiefgaragen und Kellern stand es teils einen halben Meter hoch, wie die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg berichtete. Insgesamt waren beim Abpumpen zwölf Fahrzeuge mit mehr als 60 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Wetter in Bayern: Abkühlung in der Nacht zum Dienstag

Für alle sieben Regierungsbezirke Bayerns warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis Dienstagmorgen vor Unwettern. Es könne zu schweren Gewittern mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen. Mit dem allmählichen Abzug der Gewitterfronten in der Nacht zum Dienstag soll auch Abkühlung kommen.

Dabei soll es den Angaben nach trocken bleiben. Es werden in den kommenden Tagen Temperaturen um die 20 Grad Celsius erwartet. Bereits am Wochenende waren Unwetter über den Freistaat gezogen. Betroffen waren vor allem die Oberpfalz und Unterfranken.

 

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