Veterinärmedizin der LMU zieht um „Wie Stuttgart 21 und der Josephsplatz“

Die Tierklinik in der Königinstraße zieht um. Foto: AZ

Tumultartige Szenen im Bezirksausschuss: Was passiert mit dem Gelände der Veterinärmedizin in der Königinstraße?

 

Maxvorstadt - Die Tierklinik zieht um, an dem Standort wird ein neuer Uni-­Komplex hochgezogen, für Nanotechnologie. Für das Großprojekt rechnet das Bauamt München mit Kosten von 200 Million Euro.

Alle Fragen geklärt? Von wegen.

Im Zuständigen Bezirksausschuss machten Anwohner ihrem Ärger Luft: Das Mega-Projekt sei über ihre Köpfe hinweg beschlossen worden, so der Vorwurf.

Die Bürger wollen wissen: Warum muss die Klinik aus ihrem angestammten Gebäude ausziehen? Wie verändert sich durch den Neubau der Charakter des Quartiers? Bringt die Nano-­Forschung Gefahren für die Anwohner mit sich?

Und weiter: Was ist mit den Bäumen, dem Lärm und dem zunehmenden Verkehr? Und vor allem: Wie kann es sein, dass ein Abriss mit Neubau und Umzug der Tierklinik als billigste Variante gilt.

Die Anwohner vermuten Verschwendung von Steuergeld. Der zentrale Vorwurf aber ist, dass der Beschluss für die Großbaustelle intransparent verlaufen sei. Das Verfahren erinnere an andere Bauprojekte, wie die Tiefgarage am Josephsplatz. Sogar Vergleiche mit Stuttgart 21 wurden laut.

Der Bezirksausschuss verwies die Bürger an die Landesregierung. Diese sei für das Bauvorhaben zuständig. Viele der anwesenden Bürger fühlten sich nicht ernst genommen und verließen unter lautstarkem Protest den Saal. 

 

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