Verwandten-Affäre Staatsanwalt prüft Ermittlungen gegen Claudia Jung

Bereitet sich auf das große Duell vor: Claudia Jung, die sich um Landtag um Bürgerprobleme kümmert. Foto: Klaus Primke

Die Schlagersängerin und Freie-Wähler-Abgeordnete soll 2012 für einige Monate ihren Stiefsohn beschäftigt haben - und ist bereits die dritte Landtagsabgeordnete, gegen die wegen möglicher Verstöße gegen das Abgeordnetengesetz ermittelt wird.

 

München - Die Staatsanwaltschaft München prüft mittlerweile im dritten Fall ein Ermittlungsverfahren gegen eine Landtagsabgeordnete wegen möglicher Verstöße gegen das Abgeordnetengesetz. Dieses Mal trifft es die Freie Wähler-Abgeordnete und Schlagersängerin Claudia Jung, die im vergangenen Jahr für einige Monate ihren Stiefsohn beschäftigt hatte.

Das war auch bislang schon nach dem Abgeordnetengesetz verboten. „Die Staatsanwaltschaft hat auch hier einen Prüfvorgang angelegt“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Dienstag auf Anfrage.

Bisher bereits geprüft werden die Fälle des SPD-Abgeordneten Harald Güller und des CSU-Abgeordneten Georg Winter. Güller hatte ebenfalls zeitweise seinen Stiefsohn beschäftigt, Winter seine beiden früher noch minderjährigen Söhne. In allen Fällen seien noch keine Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte Steinkraus.

Bereits ermittelt wird gegen den im April zurückgetretenen CSU-Fraktionschef Georg Schmid wegen Verdachts, seine Frau als Scheinselbstständige beschäftigt zu gaben.

 

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