Versuchter Totschlag Mitten auf dem Stachus in München: Mann sticht mit Messer zu

Der Stachus am Abend. (Archivbild) Foto: imago images/Wolfgang Zwanzger

Ein Streit zweier Männer eskaliert am Stachus derart, dass einer ein Messer zückt und auf seinen Kontrahenten einsticht. Die Münchner Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. 

 

München/Altstadt – Die beiden jungen Männer gerieten am Mittwochabend kurz nach 21 Uhr am Stachusbrunnen in Streit. Dabei zog der 25-Jährige ein Messer und stach damit mehrmals auf seinen Kontrahenten ein. Worüber die beiden Afghanen stritten, ermittelt die Kripo. Die Mordkommission hat den Fall inzwischen übernommen.

Zeugen beobachteten gegen 21.10 Uhr einen Streit zwischen zwei Männern vor dem McDonald's-Restaurant am Stachus. Plötzlich zog der Ältere ein Messer aus der Kleidung und stach damit auf seinen Widersacher ein. Mehrere Passanten gingen sofort dazwischen und trennten die beiden Männer voneinander.

Verletzungen nicht lebensgefährlich

Der 21-Jährige hatte bei der Attacke mehrere Stich- und Schnittwunden am Oberkörper erlitten. Passanten verständigten Rettungsdienst und Polizei.

Ein Notarzt brachte das Opfer ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestand für den 21-Jährigen nach Polizeiangaben nicht. Er wurde in der Klinik ambulant behandelt und noch im Laufe des Abends dann wieder entlassen.

Messerstecher sitzt in U-Haft

Dem Angreifer gelang im Durcheinander nach der Tat zunächst die Flucht. Der 25-Jährige wurde am Freitagnachmittag schließlich in einer Gemeinschaftsunterkunft in München von der Polizei festgenommen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft München I beantragte beim Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen den 25-Jährigen. Er sitzt seit dem Wochenende in der JVA Stadelheim in Untersuchungshaft. Dem mutmaßlichen Täter droht im Fall einer Verurteilung eine mehrjährige Gefängnisstrafe.

Die Hintergründe des Streits waren bis zum Wochenende nach Angaben eines Polizeisprechers noch immer nicht restlos aufgeklärt.

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