Verstorben im Alter von 82 Käfer plante seinen Tod: „Es soll alles perfekt sein!“

Bereits 2012 plante der Feinkost-König Gerd Käfer seine Beerdigung. Foto: dpa

Bereits 2012 hatte er seinen eigenen Grabstein bestellt – und auch sonst hatte Gerd Käfer jedes Detail seiner letzten großen Party geplant: „Es soll alles perfekt sein!“.

 

München - In der Nacht zu Samstag erlag Münchens Feinkost-König Gerd Käfer seinem Krebsleiden. Bereits 2012 bereitete sich der ehemalige Wiesn-Wirt auf diesen Moment vor.

 

Bis ins letzte Detail hat er seinen Abschied geplant und organisiert. Sogar einen eigenen Grabstein hatte er bereits bestellt. Auch der Ort seiner letzten Ruhe steht bereits fest: Beerdigt wird er auf dem Ostfriedhof. „Da befindet sich unser Familiengrab – quasi auf der Maximilianstraße des Ostfriedhofs. Beste Lage. Wenn ich sehe, wie viele Gräber da vernachlässigt werden – eine Schande“, klagte er damals. „Deshalb nehme ich vorab alles selbst in die Hand. Die Leute suchen sich ja auch ihr Bett genau aus. Und dort werde ich ja auch gewissermaßen gebettet. Es soll alles perfekt sein.“

Nicht nur den Grabstein und den Ort seiner letzten Ruhe hat er ausgesucht, auch das Testament ist längst fertig („Niemand wird vernachlässigt!“) – und die Durchführung seiner Beerdigung, pardon: Feier. „Beerdigung klingt viel zu traurig“, erklärte Käfer damals. „Wenn ich sterbe, wird es ein letztes tolles Abschiedsfest geben. Das habe ich schon jetzt fertig organisiert.“

„Es soll so fröhlich werden wie mein ganzes Leben“, meinte der Catering-Erfinder 2012 im AZ-Interview dazu. „Es wird eine Live-Band geben, selbstverständlich gutes Essen und Getränke – und eine Abschiedsrede von mir, die ich bereits auf eine Kassette gesprochen habe. Sie wird aus dem Sarg erklingen. Letzte Worte an meine Lieben.“

Auch wenn Gerd Käfer jedes Detail geplant hat, an den Tod wollte er trotzdem nie denken. In der Nacht von Freitag auf Samstag verstarb der nun im Alter von 82 Jahren wie seine Frau Uschi Ackermann und sein Sohn, Groß-Gastronom Michael Käfer, der AZ bestätigten. Sie beide waren die letzten Wochen rund um die Uhr für ihn da, denn Gerd Käfer wollte nicht mehr in eine Klinik.

 

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