Verschwundenes Mädchen Knochen im Grab stammen nicht von Peggy

Die Ermittler hoben das Grab einer Frau aus, die nur wenige Tage nach Peggys Verschwinden beerdigt wurde. Sie hofften, darin die sterblichen Überreste der kleinen Peggy zu finden - vergeblich. Foto: dpa

Eine Untersuchung durch die Rechtsmedizin hat nun bestätigt: Die in dem für die Ermittlungen geöffneten Grab gefundene Knochen stammten nicht von der seit 2001 verschwundenen Peggy.

 

Lichtenberg/Bayreuth – Nach der Durchsuchung eines Grabes im Fall Peggy hat die rechtsmedizinische Untersuchung bestätigt, dass keine Knochen eines Kindes darin waren. Das teilten Staatsanwaltschaft Bayreuth und Polizei am Freitag mit. Schon kurz nach der Exhumierung am Mittwochmorgen hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel gesagt, es sei so gut wie auszuschließen, dass Peggy hier vergraben wurde.

Das neun Jahre alte Mädchen war 2001 im oberfränkischen Lichtenberg (Landkreis Hof) spurlos verschwunden.

Die Ermittler hatten nun das Grab einer 81 Jahre alten Frau geöffnet, die zwei Tage nach Peggys Verschwinden beerdigt worden war.

Im Jahr 2004 wurde der geistig behinderte Ulvi K. wegen Mordes an Peggy in einem Indizienprozess verurteilt, allerdings wurde die Leiche des Mädchens bis heute nicht gefunden.

Im vergangenen Dezember ordnete das Landgericht die Wiederaufnahme des Verfahrens an, nachdem Ulvi K.s Anwalt Michael Euler entlastendes Material zusammengetragen und im April 2013 den Antrag gestellt hatte.

Das Wiederaufnahmeverfahren beginnt im April in Bayreuth. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kripo Bayreuth laufen offiziell wieder seit 2012.

Im Visier der Polizei steht derzeit ein Mann aus Halle in Sachsen-Anhalt, der als enger Freund von Peggys Familie galt und inzwischen wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Haft sitzt.

 

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