Verfälschte Proben? Anti-Doping-Agentur hebt Standards

Die Nationale Anti-Doping-Agentur möchte die Genauigkeit von Doping-Proben mit neuerem Material verbessern. Foto: dpa

Experten warnen nach einem Bericht der SZ vor Doping-Proben, die mit veraltetem Material entnommen wurden. Das könne die Ergebnisse verfälschen. Die Nationale Anti-Doping-Agentur reagiert darauf und wird nun keine Materialien mehr verwenden, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist.

 

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) wird ihre Standards bei den Kontrollen um das Kriterium «Haltbarkeit der Utensilien» anheben. Das teilte die in Bonn ansässige Institution in einem Statement mit und reagierte offenbar zugleich auf einen Bericht in der «Süddeutschen Zeitung» vom Donnerstag.

Experten: Veraltetes Material kann Ergebnisse verfälschen

Demnach haben mehrere Athleten auf Fälle hingewiesen, in denen bei Bluttests veraltetes Material eingesetzt wurde. Das Haltbarkeitsdatum war bisher für die NADA kein Kriterium. Es lägen keine Erkenntnisse vor, wonach sich veraltetes Material auf die Analyseergebnisse auswirken könne. Wie die SZ berichtete, sehen Experten dies anders. Tests mit veraltetem Material, insbesondere mit Röhrchen bei der Blutentnahme, könnten zu unplausiblen Ergebnissen führen.

Anti-Doping-Agentur: Kein Material mehr, das Haltbarkeitsdatum überschritten hat

Die NADA intensiviere ihr Qualitätsmanagement nun, hieß es. "Utensilien mit überschrittenen Haltbarkeitsdaten werden in Zukunft von der NADA nicht mehr verwendet. Damit setzen wir einen über den internationalen Standard hinausgehenden Qualitätsanspruch um", hieß es in dem Statement.

 

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