Verbotene Liebe und keine Skandale? Christian Ude und Frau Edith ganz privat: Das Geheimnis ihrer Ehe

Edith von Welser-Ude und ihr Ehemann Christian Ude. Foto: BR

Wie lernten sich Münchens Ex-Ob Christian Ude und Ehefrau Edith kennen? Wie genießen sie ihr Privatleben nach seiner politischen Karriere? Gab es Skandale in deren Ehe? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt der BR-Lebenslinien-Film "Die Udes – ein unmögliches Paar".

 

Die erste Begegnung zwischen dem früheren Münchner Oberbürgermeister (OB) Christian Ude und seiner Ehefrau Edith hatte das Zeug, auch die letzte zu sein. Das kann man sich gut vorstellen, wenn Edith von Welser-Ude im Dokumentarfilm von Matti Bauer "Die Udes – ein unmögliches Paar" davon erzählt. Es war das wilde Jahr 1968, im Neuen Rathaus. Christian Ude arbeitete als Reporter, von Welser-Ude war Mitglied des Elternverbandes. Sie wurden einander vorgestellt. Die erste Reaktion von Welser-Ude: "Der schaut aber bescheuert aus, dachte ich mir. Und als kritischer Juso konnte er höchstens mit einem Mundwinkel lächeln."

Christian Ude und Edith: Gefunkt beim zweiten Treffen

Bei einer Schwabinger Faschingsfeier 1973 aber sollte das Eis zwischen den beiden schmelzen. Schuld daran war auch die Französische Revolution. Sie bemerkten sofort eine Gemeinsamkeit. Beide hatten sich nämlich für dasselbe Verkleidungs-Thema entschieden. "Er kam als Revolutionsführer Robespierre mit einer langen schwarzen Perücke. Sie stand ihm fantastisch", schwärmt von Welser-Ude noch heute. Sie selbst ging als Opfer jener Revolution im weißen Nachthemd. Ihr Blick verfing sich schnell bei Robespierre. Entscheidend war auch Udes Blick für die Frau im Nachthemd. "Ich habe mich schlagartig in sie verliebt", erinnert er sich. Am selben Abend landeten sie in einem VW Käfer, um sich etwas näher zu kommen. Bald entdeckten Sie auch ihren gemeinsamen Humor. Es war Liebe auf den zweiten Blick.

Edith Welser-Ude brachte sechs Kinder in die Ehe

Ungewöhnlich ist damals auch, dass die gebürtige Berlinerin von Welser-Ude sechs Kinder in die Ehe mitbringt, als sich das Paar 1983 entschließt zu heiraten. "Wo ist das Problem", könnte man sich heute fragen. Doch in den 70ern und 80ern stießen die Udes durchaus auf einige Hindernisse. Christian Udes Eltern etwa waren zunächst sehr skeptisch, respektierten aber den Wunsch ihres Sohnes letztlich: "Meine Mutter wollte wissen, 'liebst du sie wirklich, bist du dir sicher?' und ich sagte 'so ist es'", erzählt Ude im Film. Seine Mutter drehte sich danach zu ihrem Mann und antwortete: "Karlo, da müssen wir durch."

Altersunterschied und Kinder: Christian und Edith Ude kämpften um die Liebe

Auch der acht Jahre große Altersunterschied ist damals ungewöhnlich. Rückblick: Als von Welser-Ude mit gerade einmal 18 Jahren schwanger wurde, machte Christian Ude seine ersten Schreibversuche für die Schülerzeitung. Es waren also nicht unbedingt zwei Lebenslinien, die unvermeidlich aufeinandertreffen mussten. Dennoch war ihre Begegnung offenbar schicksalhaft, sowohl die erste abstoßende im Rathaus, als auch die zweite mit magnetischer Anziehungskraft.

Vater von Edith Welser-Ude war Nazi-Offizier

Der Dokumentarfilm ist facettenreich. Die Udes erforschen darin nicht nur die Spuren ihrer Liebe. Auch ihre Familiengeschichte wird jeweils beleuchtet. Von Welser-Udes Vater etwa war ein verbissener nationalsozialistischer Offizier, unter dem sie sehr litt, genauso wie ihre Mutter. Sie nimmt im Film Kindheitsfotos aus Berlin in die Hand: "Man merkt ganz genau, welche Bilder mein Vater gemacht hat und welche mein Großvater." Auf den Bildern ihres Vaters steht sie stets ängstlich stramm.


"Die Udes – ein unmögliches Paar", Erstausstrahlung 7. Januar, 22 Uhr im BR

 

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