Verbot von Kapuzenpullis US-Senator will Hoodies an den Kragen

Erschossen wegen eines Kapuzenpullis: Proteste nach dem Tod von Trayvon Martin Foto: dpa

Das Tragen in der Öffentlichkeit könnte in Oklahoma bald teuer werden oder sogar im Gefängnis enden – aus Sicherheitsgründen

 

Oklahoma - Wer in der Öffentlichkeit einen Kapuzenpullover trägt, könnte sich im US-Bundesstaat Oklahoma bald strafbar machen. Zumindest wenn es nach Oklahomas Senator Don Barrington geht. Der hat mit seinem Gesetzesantrag nun eine heftige Diskussion ausgelöst. Der Fall Trayvon Martin: Todesschütze zielt wegen des Pullis Der Republikaner will laut „Washington Times“ erreichen, dass sich Bürger öffentlich nicht mehr „getarnt“ kleiden können. Für die Sicherheit der Allgemeinheit.

Den Kapuzenpullover trifft diese Maßnahme nicht zuletzt auch wegen des im Jahr 2012 erschossenen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin. Der Todesschütze George Zimmermann hatte angegeben, der Jugendliche sei ihm verdächtig vorgekommen, weil er dessen Gesicht nicht sehen konnte – Trayvon hatte demnach die Kapuze seines Pullovers tief ins Gesicht gezogen. Zimmermann wurde im Jahr 2013 letztlich auch nicht angeklagt.

500 Dollar oder ein Jahr Gefängnis

Strafmaße sind auch schon im Gespräch: Die reichen von Geldstrafen in Höhe von 500 Dollar bis hin zu Gefängnis – möglicherweise sogar für ein ganzes Jahr. Senator Barrington sieht aber auch Ausnahmen vor – etwa bei Halloween-Verkleidungen, religiöse Überzeugungen, aber auch Kapuzen zum Schutz vor Regen sind erlaubt. Abgestimmt werden soll über die strittige Regelung im Februar.

Es gab bereits einmal ein Gesetz, das das Tragen von Kapuzen untersagte. Das ist allerdings fast 100 Jahre her. Grund war damals der rassistische Ku-Klux-Klan.

 

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