Verbot von Feuerwerk? Bürgerversammlungen: Münchner Böller-Gegner erfolgreich

Die Gegner fordern: Schluss mit Luftverschmutzung, Lärm und Silvestermüll wie hier am Baldeplatz. Foto: ho

Feuerwerk vor dem Aus? In immer mehr Stadtvierteln in München sprechen sich Bürger für ein Verbot von Raketen und Böllern an Silvester aus.

 

München – Auch wenn die Jahreszeit gerade nicht danach ist – in vielen Münchner Stadtbezirken geht es zur Zeit ums Thema Silvesterfeuerwerk. Dieses ist immer umstrittener, in immer mehr Vierteln findet sich eine Mehrheit für ein Verbot – zumindest in den dortigen Bürgerversammlungen.

Denn die Bürgerinitiative "Silvesterböllerei? Nein Danke!" stellt in diesen regelmäßig ihr Anliegen vor, privates Feuerwerk in ganz München zu verbieten und lässt darüber abstimmen. Meist erfolgreich.

Feuerwerk-Gegner: "Auch Traditionen überleben sich"

Die Initiatoren argumentieren: In vielen Ländern sei es ganz normal, dass nur an wenige organisierte Feuerwerke stattfinden. Silvesterfeuerwerke würden über die Jahre immer mehr ausarten. "Auch Traditionen überleben sich, Zeit für eine Veränderung!", heißt es in einem Papier der Initiative. Außerdem gehe es um Luftverschmutzung, Müll, Tierschutz, Lärmschutz.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Tour durch die Bürgerversammlungen begonnen, und auch heuer sind die Böller-Gegner zufrieden: Au, Haidhausen, Pasing, Obermenzing, Feldmoching-Hasenbergl, Schwanthalerhöhe, Perlach, Aubing-Lochhausen-Langwied und Altstadt-Lehel sprachen sich 2019 bisher für ein Verbot aus. Allein im Juni und Juli folgen noch vier weitere Bürgerversammlungen.

In einer Petition hat die Bürgerinitiative bereits über 5.000 Unterschriften gesammelt, bis zum Sommer will man 6.000 erreichen. Die Initiative hat sich in einem Brief außerdem an den OB gewandt, mit der Bitte um ein Treffen, um ihr Anliegen persönlich zu erklären. Reiters Büro verwies ans zuständige KVR.

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