Verbot der Doppelfunktion Fall Bauermann: Die Liga lenkt ein

Dirk Bauermann - der Münchner Meistertrainer. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

MÜNCHEN Am Samstagabend (19.30 Uhr, Olympia-Eishalle) gastieren die Cuxhaven BasCats beim FC Bayern. Und es gibt nicht den geringsten Grund anzunehmen, dass die Siegesserie der Bayern – derzeit offiziell bei 19 – an diesem Wochenende reißt.

 


Immerhin: Was die berufliche Zukunft von Bundes- und Bayerntrainer Dirk Bauermann betrifft, bleibt es weiter spannend: Der deutsche Basketball-Bund (DBB) und die Basketball-Bundesliga (BBL) zanken hierüber seit Wochen.


Wenngleich sich die Gemüter wieder etwas beruhigt haben: BBL-Präsident Thomas Braumann, der die jüngsten Pläne des DBB-Präsidenten Ingo Weiss erst scharf kritisiert hatte, lenkte nun ein. Er sagte zur AZ: „Ich denke, es ist wahrscheinlich, dass Dirk Bauermann auch in der kommenden Saison bei den Bayern bleibt. Der DBB wird wohl eine Lösung finden.”


Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es das Weiss’ Modell sein: die zeitlich strikte Trennung der beiden Bauermann-Jobs. Dazu muss ihn der DBB nach der EM im September erst freistellen, dann muss Bauermann einen Teilnahmerechtsvertrag bei der BBL einreichen. Die wird dann genau prüfen, ob nicht doch ein Verstoß gegen das Verbot der Doppelfunktion besteht. „Wenn wir den Vertrag nicht unterschreiben, kann Bauermann nicht Trainer sein”, sagt Braumann.


DBB und Bayern müssen dann also möglichst sauber begründen, dass Bauermann sich zur BBL-Saison ab Anfang Oktober ausschließlich den Bayern widmet. Bis zur Entscheidung könnte es somit allerdings noch ein paar Monate dauern. 

 

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