US-Einreisestopp immer absurder Handschellen für Fünfjährigen: "Könnte eine Gefahr darstellen"

Sean Spicer vertritt die Ansicht, dass auch von Fünfjährigen eine Gefahr für die USA ausgehen kann. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Der von Präsident Trump verhängte Einreisestopp für Bürger aus sieben muslimischen Staaten treibt immer absurdere Blüten. Jetzt wurde ein fünfjähriger Junge am Dulles-Airport von Washington D.C. stundenlang mit Handschellen fixiert und festgesetzt. Die Begründung dafür ist haarsträubend.

 

Washington – Der Vorfall ereignete sich am Sonntag und ist kaum nachvollziehbar: Bei der Einreise in die USA wurde der Junge, dessen Mutter aus dem Iran stammt, von seinen Eltern getrennt und in Gewahrsam genommen. Laut dem amerikanischen Senator Chris Van Hollen sollen die US-Behörden über die Einreise der Familie vorab informiert gewesen sein, der Junge selbst sei sogar US-Bürger aus dem Bundesstaat Maryland. Dennoch wurde er nach der Landung sofort verhaftet und mit Handschellen fast fünf Stunden festgehalten.

Auf einer Pressekonferenz des Weißen Hauses wurde Donald Trumps Sprecher Sean Spicer auf den Fall angesprochen. Seine Begründung für das Vorgehen der Behörden sorgte international für ungläubiges Staunen: "Bloß wegen jemandes Alter oder Geschlecht oder was auch immer davon auszugehen, dass er keine Gefahr darstellt, wäre fehlgeleitet und falsch."

Welche konkrete Gefahr von dem fünfjährigen Amerikaner ausging, konnte Spicer allerdings nicht präzisieren.

 

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