Urteil in München München: Totschlag am eigenen Baby - Zehn Jahre Haft für Mutter

Im Prozess um den Tod eines drei Monate alten Babys in Otterfing wurde jetzt die Mutter zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. (Symbolbild) Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen Totschlags an ihrer drei Monate alten Tochter hat das Landgericht München II eine Mutter am Montag zu zehn Jahren Haft verurteilt.

 

München/Otterfing - Das Landgericht München II hat eine Mutter am Montag zu zehn Jahren Haft verurteilt: Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die heute 29 Jahre alte Frau aus Nigeria den Säugling im September 2018 in ihrer Unterkunft in Otterfing so massiv schüttelte und schlug, dass das kleine Mädchen an den Folgen starb.

Vater des Kindes zu Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt

Beide Arme und Beine des Babys und seine Rippen waren nach Gerichtsangaben gebrochen. Es erlitt außerdem Schädelbrüche und eine Hirnblutung, an deren Folgen es schließlich starb. Der Vater des Kindes wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Das kleine Mädchen habe nach der Attacke seiner Mutter noch rund eine halbe Stunde gelebt - dennoch habe der Vater keine Hilfe geholt.

Ob der Säugling zu retten gewesen wäre, wenn der Notarzt früher verständigt worden wäre, konnte die Beweisaufnahme allerdings nicht mehr zweifelsfrei klären. Das Gericht verurteilte den 30 Jahre alten Angeklagten darum nur wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

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