Untersuchung: Asien bei Transits an der Spitze Tipps rund ums Umsteigen am Airport

Auf dem Weg nach New York fliegen viele Passagiere über Atlanta Foto: Fotolia.com/Lars Lindblad

Umsteigen kann an den Flughäfen dieser Welt zum echten Stresstest werden, aber man kann auch clever dadurch sparen. Eine Untersuchung ergab nun, dass die Asiaten die Weltmeister des Transits sind.

 

Umsteigen ohne graue Haare: Auf dem Weg in den Urlaub ziehen Urlauber oftmals Umsteigeverbindungen Nonstop-Flügen vor, da erstere in der Regel deutlich günstiger angeboten werden. Dabei eignen sich manche Airports besser für einen Transfer als andere, wie "Holiday Extras", ein Anbieter von Hotels und Parkplätzen an Airports, berichtet.

Am Airport Toronto wird die USA-Einreise erleichtert Foto:www.torontowide.com

Im Zuge der World Airport Awards befragt die Organisation Skytrax jährlich tausende Passagiere nach ihren Reise-Erfahrungen. Traditionell an der Spitze liegen bei Umsteigern asiatische Airports wie Seoul, Singapur und Hong Kong. In Europa genießen Amsterdam, Zürich, Kopenhagen und München einen guten Ruf.

Umweg spart Geld, aber nicht die Nerven

Insbesondere in den USA bieten viele Airlines günstige Tarife an, wenn Kunden bereit sind, einen Umweg auf sich zu nehmen. So sind Verbindungen nach New York über Atlanta keine Seltenheit. Vorteil: Der Reisende spart bares Geld. Nachteil: Das Routing führt oft zuerst einmal komplett am Zielort vorbei, bevor es praktisch in die Gegenrichtung wieder zurückgeht. In Europa kann es sich zum Beispiel lohnen, nach Madrid einen Umweg über Brüssel oder Rom einzubauen.

Flugsuch-Maschinen und Airline-Portale schlagen bei günstigen Verbindungen oft Umsteigezeiten von bis zu 20 Stunden vor. Was auf den ersten Blick wie eine unfreiwillige Nacht auf unbequemen Airport-Stühlen aussieht, lässt sich auch als kostenloser Stopp betrachten. Wer beispielsweise um 17 Uhr in Istanbul landet, aber erst am Folgetag gegen Mittag nach Dubai oder in andere Städte weiterfliegt, kann die Übernachtung für eine attraktive Stippvisite am Bosporus nutzen.

Umsteigen in den USA - Dallas und Chicago liegen vorn

USA-Reisende kennen dies zu gut: Wer an einem Airport lediglich umsteigt, nimmt bereits beim ersten Flughafen die Einreise- und Zoll-Prozedur auf sich. Auch das Gepäck müssen Passagiere entgegennehmen und erneut abgeben. Bei einer kurzen Umsteigezeit kann das besonders für Familien stressig werden. Ausgerechnet zwei der größten Airports haben bei der Abfertigung die Nase vorn. Präsident Obama persönlich lobte explizit Dallas und Chicago.

Bei Vielfliegern haben sich die Airports in Ostkanada als Favoriten für Umsteige-Verbindungen in die USA etabliert. In Toronto und Montreal umgehen Transit-Passagiere nicht nur die Einreise nach Kanada, sondern können die Zoll- und Einreise-Formalitäten für die USA bereits vor dem Weiterflug erledigen. In Miami, Los Angeles oder Phoenix kommen sie dann quasi mit einem Inlandsflug an. Zusätzlicher Vorteil: Das Gepäck wird ebenfalls bis zum Zielort durchgecheckt.

Umsteigen nicht nur Stressfaktor in den USA

Während sich Fluggäste Richtung USA bereits an die aufwändigen Gepäck-, Zoll- und Einreise-Prozeduren gewöhnt haben, sind ähnliche Formalitäten in anderen Ländern weniger bekannt. Auch bei Weiterflügen innerhalb Südafrikas und Brasiliens müssen Passagiere bereits vor der Anschlussreise ihren Koffer entgegennehmen und erneut einchecken. Wer nach Kapstadt oder Rio de Janeiro fliegt, ist zumindest in dieser Hinsicht mit einem Transit-Flughafen in Europa besser beraten. Dass es auch ganz anders geht, beweist Thailand. Wer zum Beispiel über Bangkok nach Koh Samui reist, kann Formalitäten am Umsteigeflughafen bei der Wahl der richtigen Airline getrost auslassen, um dann erst am Ziel-Airport die Passkontrolle zu erledigen. Das Gepäck wird ebenfalls von Anfang bis Ende für den Fluggast durchgecheckt.

 

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