Unterhalb vom 1860er-Stadion Verkauft Osram das Giesinger Gelände?

Zwischen Mittlerem Ring und Isarauen: Das Osram-Gelände an der Hellabrunner Straße. Foto: ho

Auf dem Osram-Gelände unterhalb des 1860er-Stadions deutet sich ein Verkauf an. Platz für neue Wohnungen?

 

Giesing - Was passiert, wenn bei Osram an der Hellabrunnerstraße das Licht ausgeht? Diese Frage beschäftigt die Giesinger seit Monaten. Viele Bewohner im Viertel fragen sich, ob auf dem 31.600 Quadratmeter großen Grundstück unterhalb des Grünwalder Stadions bald neue Wohnungen enstehen. Denn größtenteils ist das Unternehmen von Untergiesing bereits weg- und in die Parkstadt Schwabing gezogen (AZ berichtete). Voraussichtlich in ein paar Monaten wird der Umzug komplett abgeschlossen sein, teilt das Unternehmen mit.

Osram selbst scheint auf dem Areal zwischen Mittlerem Ring und Isarauen keine Wohnugen errichten zu wollen. "Wohnungsbau ist nicht unsere Kernkompetenz", sagte Daniela Albrecht, Leiterin des Osram-Immobilienmanagements. Doch es deutet sich an, dass Osram das Gelände verkaufen will. Angebote seitens kaufwilliger Interessenten liegen vor, hat die Leiterin der AZ bestätigt. Noch werde aber nicht verhandelt, eine Entscheidung über einen möglichen Verkauf sei noch nicht gefallen.

Was bereits vorliegt, ist der Entwurf für einen Eckdatenbeschluss, wonach auf dem Osram-Gelände in Untergiesing neuer Wohnraum entstehen könnte. Der Stadtrat entscheidet über den groben Entwurf erst im Dezember, aber so viel hat das Planungsreferat bekannt gemacht: Umgesetzt werden könnte eine Geschossfläche von 37.000 Quadratmetern.

Denkbar sind laut der Behörde 370 Wohneinheiten für etwa 850 Bewohner. Von einer "ausreichend großen Grünfläche" ist in der Vorlage die Rede. Möglich sei zum Beispiel auch ein Nachbarschaftstreff. Ein Teil des Geländes könnte für Praxen oder Büros genutzt werden. Auch Platz für eine Kindertageseinrichtung ist laut der Beschlussvorlage vorgesehen.

Sofern der Stadtrat den Eckdaten im Dezemer zustimmt, gibt es einen Wettbewerb. Erst dann folgt der Bebauuungsplan. Das kann Jahre dauern.

Der Bezirksausschuss wünscht sich, dass die Bürger frühzeitig an dem Entscheidungsprozess beteiligt werden. Auch bei Osram will man auf den Dialog mit den Bürgern setzen, betont das Unternehmen.   

 

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