Unruhe in Giesing JVA-Umbau besorgt Anwohner

Ein Wachturm der JVA Stadelheim. Foto: dpa/Tobias Hase

Der Bau eines neuen Zugangsgebäudes zur JVA Stadelheim beunruhigt die Nachbarn. Das Justizministerium beschwichtigt.

 

Giesing - Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim soll demnächst ein Sitzungssaal- Gebäude für Verfahren mit höchster Sicherheitsstufe gebaut werden. Damit würden aufwendige Gefangenentransporte wegfallen und die Prozesse könnten direkt in der JVA verhandelt werden.

Deshalb wird auch ein neues Zugangsgebäude geplant. Anwohner der Stettnerstraße zeigten sich allerdings bestürzt über die Informationen, die sie zu den Baumaßnahmen erhalten haben.

In der Sitzung des Bezirksausschusses meldeten sich mehrere Bürger zu Wort und gaben an, die Pläne nicht richtig zu verstehen. Außerdem äußerten sie die Sorge, dass die Infrastruktur nicht für Großverhandlungen ausgelegt sei. Sie fühlen sich übergangen und nicht in den Planungsprozess eingebunden.

Der Ausschuss beschloss daraufhin, bei den zuständigen Ämtern um die vertraulichen Pläne zu bitten. Darüber werde dann in einem nicht-öffentlichen Unterausschuss beraten.

Hannes Hedke, Pressesprecher des bayerischen Justizministeriums, meint auf Anfrage der Abendzeitung, die Planungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Bisher gebe es nur Vorbereitungen der Baustelle innerhalb der JVA, der eigentlich Bau sei erst für das Frühjahr 2014 vorgesehen.

Außerdem laufe derzeit eine Nachbarbeteiligung im Rahmen des baurechtlichen Verfahrens. „Für Herbst diesen Jahres ist eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Nachbarschaft geplant, auf der die Gebäudenutzer gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt München I über das Projekt informieren.“

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