Unklarheit über Pegida AfD-Ableger AdP will bisherige Nichtwähler für sich gewinnen

Andre Poggenburg, der frühere Landesvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt, beim Neujahrsempfang seiner neuen Partei AdP (Aufbruch deutscher Patrioten). Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Dohma - Die von früheren AfD-Mitgliedern gegründete Partei "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) möchte vor allem bisherige Nichtwähler für sich gewinnen. Das sagte ihr Vorsitzender André Poggenburg auf der ersten Pressekonferenz im sächsischen Dohma.

 

Dort gab er auch Details zum Auftritt bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen 2019 bekannt. Poggenburg selbst will nicht als Kandidat in einem der drei Länder antreten und sieht weiter seine Heimat in Sachsen-Anhalt, wo er ein Landtagsmandat hält. Bislang erwäge man nicht, Direktkandidaten ins Rennen zu schicken, sagte der frühere AfD-Partei- und Fraktionsvorsitzende in Sachsen-Anhalt.

Unklar blieb, ob Vertreter von Bürgerbewegungen wie der islamfeindlichen Pegida-Gruppierung auf die AdP-Landeslisten kommen. Allerdings will die AdP demnächst unter anderem mit Pegida und der rechtspopulistischen Gruppierung Pro Chemnitz sprechen. Deren Chef Martin Kohlmann war am Mittwochabend Gast beim Neujahrsempfang der AdP.

Laut Poggenburg will die AdP zwischen Bürgerbewegungen differenzieren. Wenn diese im Fokus des Verfassungsschutzes stünden, werde man eine mögliche Zusammenarbeit genauer prüfen. Extremismus sei für die AdP eine rote Linie, sagte Poggenburg.

Die AdP war vor einer Woche von zwölf enttäuschten AfD-Funktionären gegründet worden. Bisher hat sie noch keine weiteren Mitglieder. Es gebe aber viele Anfragen - auch aus dem Westen, sagte Poggenburg. Da man sich als "Regionalpartei für Mitteldeutschland" verstehe, werde es eventuell ein Quorum für Mitglieder aus dem Westen geben. Er sieht das Wählerpotenzial der AdP bei sechs bis neun Prozent.

 

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