"Ungünstige Kosten-Erlös-Struktur" Rechts der Isar: Abteilung der Kinderklinik muss schließen

Die Kinderpsychosomatik der Klinik Rechts der Isar muss schließen. (Archivbild) Foto: Sigi Müller

Bis Juni 2020 macht die Kinderpsychosomatik am Klinikum Rechts der Isar zu. Grund dafür ist eine "ungünstige Kosten-Erlös-Struktur".

 

München - Die Kinder- und Jugendpsychosomatik des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität (TU) wird schließen. "Trotz aller Bemühungen" gebe es eine "zu ungünstige Kosten-Erlös-Struktur", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der AZ. Deshalb könne es "in der aktuellen Form leider nicht weitergeführt werden".

Das Klinikum verfügt derzeit noch über 14 von den Krankenkassen bewilligte tagesklinische Behandlungsplätze und eine Ambulanz am Standort Schwabing – all diese Plätze fallen mit der Schließung weg.

Alternatives Modell der Klinik bis spätestens Mitte 2020

Aktuell führe die Klinik Gespräche "über die Fortführung therapeutischer Behandlungsangebote durch die Klinik für Kinder- und Jugendlichenpsychosomatik in Trägerschaft der München Klinik", die sich auch in Schwabing befindet.

Es geht dabei um eine eigene Klinik innerhalb des städtischen Klinikums, die auf stationäre psychosomatische Angebote für Kinder und Jugendliche, zum Beispiel bei Essstörungen, Depressionen oder Traumafolgestörungen spezialisiert ist. Eine Sprecherin der München Klinik bestätigte auf Anfrage der AZ, dass derzeit solche Gespräche geführt werden. Das Rechts der Isar geht davon aus, dass ein alternatives Modell bis spätestens Mitte 2020 umgesetzt werde, nach Juni 2020 werde die Kinderpsychosomatik nicht mehr weitergeführt. Die Mitarbeiter seien bereits informiert, so die Sprecherin weiter. Es werde im Rahmen der Schließung "keine betriebsbedingten Kündigungen geben".

 

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