Unglück in Tirol Riesige Lawine tötet Tourengeher aus Tölz

Die Ruderhofspitze im Stubaital: Hier starb ein Mann aus der Nähe von Bad Tölz. Foto: Wikipedia/Sickova

Bei einer Skitour ist ein Mann aus dem Kreis Bad Tölz-Wolfratshausenauf der Ruderhofspitze verschüttet worden. Seine Freundin überlebte

 

Neustift - Sie waren schon auf dem Abstieg, als die Hölle losbrach. Ein Schritt - dann rollte eine riesige Lawine an und tötete einen 48-Jährigen.

Der Mann und seine Freundin (31) aus dem Kreis Bad-Tölz-Wolfratshausen waren am Samstagnachmittag auf der 3474 Meter hohen Ruderhofspitze. Zu zweit wollten sie den Berg im Stubaital erklimmen.

Die zwei Tourengeher waren laut Landespolizeidirektion Tirol am Morgen aufgebrochen. Unterm Gipfel errichteten sie laut Michael Stern von der Bergrettung Neustift gegen 16.35 Uhr ein Skidepot, schnallten sich die Steigeisen an und legten die letzten Meter zum Gipfel zu Fuß zurück. Dort waren sie laut Stern allein, andere Alpinisten waren dort zu der Zeit nicht unterwegs.

Beim Abstieg geschah es: "Etwa 150 Höhenmeter unterm Gipfel haben die zwei eine Lawine ausgelöst", sagt Stern az-muenchen.de. Die sei "enorm groß" gewesen - rund 1000 Meter lang - und habe beide gleich erfasst. Die Frau habe sich nach einigen Metern schnell befreien können - ihr Lebensgefährte aber sei komplett verschüttet worden. Er wurde rund 500 Höhenmeter von der Lawine über Felsvorsprünge mitgerissen.

Die Frau setzte einen Notruf ab. Schlimm: Wegen des schlechten, windigen Wetters konnte die Bergrettung die Nacht über erst nicht suchen - erst am Sonntagmorgen gegen 10.45 Uhr wurde der Oberbayer gefunden -  tot, auf etwa 2850 Metern Höhe.

Laut Stern war das tragische Unglück einfach Pech: Die zwei Tourengeher seien gut ausgerüstet gewesen. Die Lawinenwarnstufe für Samstag lautete "mäßig". Michael Stern: "Man kann es nie sagen. Lawinen sind einfach zu komplex."

 

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