"Unfassbare Übertreibung" der "Lügenpresse" Lutz Bachmann bagatellisiert Galgen

Pegida-Gründer Lutz Bachmann wettert angesichts des "Galgengate" gegen die "Lügenpresse". Foto: Christoph Elzer / Onlineredaktion

Ein symbolischer Galgen für Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel auf der Pegida-Demo vom Montag sorgt für Empörung. Chef-Asylgegner Lutz Bachmann hingegen spricht von einem "vorsätzlich verfälschendem Fotoschnitt".

 

Dresden – Pegida-Gründer Bachmann kritisiert in seinem Facebook-Post, dass der Balken auf den Fotos von der Demo größer wirke, als er tatsächlich gewesen sei: "er ist 1,20m lang, aus dünnen Latten […], kann offensichtlich einhändig getragen werden". Es handle sich also keineswegs um ein "monströses Teil". Vielmehr bezeichnete er den Galgen in einer inzwischen editierten Version seines Postings als "lächerliche Bastelarbeit mit Schreibfehlern".

Bachmann, der in seiner Freizeit bisweilen als Hitler-Double posiert, scheint dabei nicht zu verstehen, dass die Empörung keineswegs auf der Größe des Galgens, sondern vielmehr auf der Symbolik des Hinrichtungsinstruments basiert.

"Schreiberlinge der Lügenpresse"

Sein Posting rundet er schließlich mit der in seinen Kreisen derzeit offenbar obligatorischen Mischung aus Medienkritik und Verschwörungstheorie ab: Es handle sich um eine "unfassbare Übertreibung unter Zuhilfenahme von vorsätzlich verfälschendem Fotoschnitt seitens der Lügenpresse. Meine Fresse müssen diese Schreiberlinge einen Druck von oben haben, wenn sie derart leicht zu entlarvenden Unsinn schreiben."

Michael Grosse-Brömer, Fraktionsgeschäftsführer der CDU/CSU-Union, bezeichnete den Galgen hingen als "erschreckend": "Da werden Grenzen überschritten."

 

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