Unfall-Drama in Nürnberg Schwester sah zu: Raser rammt Inline-Skaterin (18) - tot!

Die Front des Wagens ist völlig zerstört und zeigt, mit welcher Wucht er auf die junge Inline-Skaterin traf. Links unten wird die Leiche der 18-Jährigen abtransportiert. Foto: dpa

Viel zu schnell fährt ein Autofahrer in Nürnberg auf einer alten NS-Aufmarschstrecke hin und her. Er erfasst eine junge Inline-Skaterin – sie stirbt. Ihre Schwester muss den Unfall mitansehen.

 

Nürnberg – Unfall-Drama in Nürnberg: Eine 18-jährige Inline-Skaterin ist von einem Raser angefahren und getötet worden - vor den Augen ihrer Schwester. Am Steuer des Wagens saß ein 27-jähriger Mann aus Nürnberg, der mehrmals viel zu schnell eine Straße im südlichen Stadtgebiet entlangfuhr. „Er war deutlich schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Wie schnell genau, soll ein Sachverständiger klären.

Die 18-Jährige wurde von dem Wagen erfasst und etwa 50 Meter weit geschleudert. Sie starb trotz der Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte noch an der Unfallstelle. Das Auto war nicht zugelassen und der Mann sollte nach einem Gerichtsurteil seinen Führerschein abgeben. Er wurde festgenommen und sollte noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Zusammen mit ihrer Schwester wollte die 18-Jährige am Mittwochabend eine in der NS-Zeit entstandene breite Aufmarschstraße in der Nähe des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes überqueren. Dort fahren normalerweise nur wenige Autos, viele Freizeitsportler nutzen die Strecke.

Das Auto des Unfallfahrers wurde zunächst nach links gegen Palettenstapel geschleudert und von dort nach rechts gegen eine Bordsteinkante. Der Wagen überschlug sich und blieb mit Totalschaden auf den Rädern stehen. Die Feuerwehr holte den eingeklemmten Fahrer heraus, der nur leicht verletzt wurde.

Die Schwester der 18-Jährigen blieb körperlich unverletzt. Sie wurde von Notfallseelsorgern betreut – ebenso wie etliche Zeugen, die den Unfall sahen.

Am Unfallauto waren Kennzeichen eines anderen Wagens angebracht, der dem 27-Jährigen gehört. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Mann im Februar wegen Verkehrsdelikten, Körperverletzung und Widerstands gegen Beamte zu einem Jahr und einem Monat Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Außerdem hätte er seine Fahrerlaubnis abgeben sollen. Das Urteil war aber noch nicht rechtskräftig.

 

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