Unerwarteter Tod Joan Rivers: Haben die Ärzte gepfuscht?

Joan Rivers bei einem ihrer letzten öffentlichen Auftritte im Juli 2014 Foto: Scott Roth/Invision/AP

Einem neuen Bericht zufolge könnte die vor wenigen Wochen verstorbene Joan Rivers möglicherweise noch leben, wenn die damals operierenden Ärzte schneller reagiert hätten.

 

Los Angeles - Der unerwartete Tod von Joan Rivers hätte eventuell verhindert werden können, wenn die beiden Ärzte, die im August eine Stimmbandoperation an der 81-jährigen Entertainerin durchgeführt hatten, schneller reagiert und die Notrufnummer 911 gewählt hätten. Das berichten unter anderem "Page Six" und "TMZ" übereinstimmend. Demnach hätten Dr. Lawrence Cohen und Dr. Gwen Korovin gut zehn Minuten lang vergeblich versucht, Rivers nach einem Herzstillstand wiederzubeleben - und erst dann den Notruf gewählt. Das gehe aus nun vorliegenden Dokumenten hervor.

"Sie hatte keinen Herzschlag, keinen Puls, sie hat nicht geatmet", erzählte "Page Six" ein angeblicher Insider über Rivers' Zustand beim Eintreffen der Sanitäter. Die Quelle weiter: "Sie hatte Zyanose an Mund und Lippen - das ist wenn sich die Lippen wegen mangelndem Sauerstoff bläulich färben. [...] Das dauert mehrere Minuten." Insgesamt vier Fachkräfte hätten es dann zwar geschafft Rivers' Herz wieder zum Schlagen und Luft in ihre Lungen zu bringen, doch zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät. Die Grenze für bleibende Hirnschäden durch Sauerstoffmangel war weit überschritten.

Zu lange hätten die Ärzte damals den Eingriff fortgeführt und erste Anzeichen für einen Schock missachtet. Blutdruck und Puls von Rivers fielen ständig. "Wenn sie hier interveniert hätten - die Prozedur unterbrechen, Lebenserhaltungsmaßnahmen einleiten, 911 anrufen - dann würde sie heute wohl im TV noch Witze darüber machen, was manche Leute so anziehen", kommentierte ein anonymer Rettungssanitäter, der die Unterlagen des Falles gesehen hat.

Auch sonst habe es einige Fehler gegeben. So könne der Sanitäter unter anderem nicht nachvollziehen, warum der anwesende Anästhesist der Schauspielerin 120 Milligramm Propofol verabreicht habe. "Das macht keinen Sinn, [...] sie stellen jemanden ruhig, der sich in einem Schockzustand befindet", kommentiert er weiter.

Von Dr. Cohen und Dr. Korovin gibt es bisher keine Stellungnahme. Rivers befand sich zuletzt in einem künstlichen Koma, bevor sie Anfang September verstarb.

 

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