Umweltreferentin sieht positive Tendenz Stadt München installiert 20 weitere Stickoxid-Messstellen

, aktualisiert am 24.01.2019 - 11:25 Uhr
Verschiedene Messgeräte sind auf dem Dach einer Luftmessstation an der Landshuter Allee installiert. Jetzt kommen weitere Messstellen hinzu. Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Stadt hat 20 neue Messstationen für Stickstoffdioxid in München installiert. Die Umweltreferentin erkennt angesichts der Ergebnisse aus dem letzten Jahr eine positive Tendenz.

 

München - An 260 Straßen in München wird der gesetzliche Grenzwert für Stickstoffdioxid nicht eingehalten. Dabei hatte der Stadtrat vor zwei Jahren die Forderungen des Bündnisses für saubere Luft in eine Beschlussvorlage übernommen: Verkehrswende bis 2025 und so die Stickstoffdioxidbelastung zu verringern, außerdem eine Halbierung des Autoverkehrs. Dafür haben Aktivisten vor dem Rathaus protestiert.

Der Stadtrat hat am Mittwoch entschieden, die schlechte Luft doppelt so oft zu messen: Die NO2-Messstellen werden von 20 auf 40 Standorte ausgeweitet. Die 20 neuen Messstellen bestreibt das Referat für Gesundheit und Umwelt seit dem 1. Januar 2019 in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst.

Stadt: Werte in Wohngebieten unter dem Grenzwert

Die Stadt München startete Anfang 2018 mit eigenen Messstationen, zuvor standen lediglich Messungen des Freistaats für Analysen zur Verfügung. Umweltreferentin Stephanie Jacobs zufolge hat sich der Aufbau eines eigenen Messnetzes jedoch gelohnt: "Im Gegensatz zu den bisher rein berechneten Werten auf Zahlenbasis von 2015, auf die sich auch Greenpeace aktuell bezieht, zeigen unsere Passivsammlermessungen für 2018 eine positive Tendenz."

Diese positive Tendenz führte Jacobs auch in einem Beispiel an: So wurden an der Fürstenrieder Straße vom Landesamt für Umwelt NO2-Werte von 60 Mikrogramm errechnet, die Stadt München hingegen hat für die ersten drei Quartale 2018 einen Mittelwert von 37 Mikrogramm gemessen. Damit würde der Wert hier unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm liegen. "Insbesondere in den Wohngebieten liegen die gemessenen Werte deutlich unter dem Grenzwert", so Jacobs weiter.


Die quartalsweisen Ergebnisse der städtischen Messstationen finden Sie hier.

 

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