Umbau ab Juli Der Freisinger Domberg wird zur Großbaustelle

Autorenprofil Ruth Schormann
Bald Geschichte: das alte Diözesanmuseum in Freising. Foto: Imago

Im Juli geht's los: Das Diözesanmuseum kommt als erstes dran. Es ist seit Jahren geschlossen. Billig wird der Umbau des Freisinger Dombergs nicht - und die Zufahrt schwierig.

Freising - Nichts ist beständiger als der Wandel: Das gilt auch für den Freisinger Domberg. Nun geht die Weiterentwicklung und Neugestaltung des Areals nach Jahren der Planung (AZ berichtete) los: Mitte Juli werden die Bauarbeiten beginnen, teilte der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Peter Beer, gestern mit.

"Wir wollen den Domberg lebendig erhalten als einen offenen, spirituellen und inspirierenden Ort für jetzige und künftige Generationen", so sein Credo.

Zu den wesentlichen Vorhaben gehören die Sanierung des ehemaligen Domgymnasiums, des Kardinal-Döpfner-Hauses, das auch erweitert wird, und eben des Diözesanmuseums. Es ist bereits seit 2013 zu - wegen Brandschutzmängeln. Nun soll es in ein modernes Museum mit Gastronomie umgebaut werden, teilt die Erzdiözese mit, das gestern über die Neugestaltungs-Pläne informierte.

Freisinger Domberg: Wann sind welche Baumaßnahmen geplant?

In gut einem Monat beginnen die Arbeiten am Museum. Sie sollen im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Parallel läuft ab Oktober die Sanierung des Gymnasiums, die im Sommer 2020 abgeschlossen sein soll.

Dort sollen dann eine Ganztagesbetreuung, ein Infopoint, Domsingschule und Dombibliothek sowie das Hilfswerk Renovabis untergebracht sein.

Am Kardinal-Döpfner-Haus soll erst im Frühling 2020 mit den Umbau- und Erweiterungsarbeiten begonnen werden, so der Zeitplan.

Komplett abgeschlossen sein soll die Neugestaltung im Jahr 2024 - voraussichtlich.

Freising: Wie viel Geld kostet der neue Domberg?

Die Erzdiözese veranschlagt für alle Maßnahmen mehr als 200 Millionen Euro. Konkret ermittelt seien derzeit für das Museum rund 45 und für das ehemalige Gymnasium rund 20 Millionen Euro.

Bezahlen will das Erzbistum diese Summen aus Rücklagen, die "aufgrund konservativer Finanzplanungen in den vergangenen Jahren durch Nachtragshaushalte" gebildet worden seien und weiterhin gebildet werden sollen.

Eine temporäre Brücke, extra Zufahrten, Sperrungen: Als erstes wird das Diözesanmuseum (1) zur Baustelle. Eine temporäre Brücke, extra Zufahrten, Sperrungen: Als erstes wird das Diözesanmuseum (1) zur Baustelle. Grafik: Bischöfliches Ordinariat München

Was erwartet Besucher und Anwohner während der Bauarbeiten?

Die Baustelle wird ab jetzt eingerichtet. Sie werde zunächst vor allem über einen Kran südlich des Museums versorgt, für die Bauarbeiten am ehemaligen Domgymnasium kommt ein Kran auf der Decke der Tiefgarage in Verbindung mit einem Gerüstaufzug hinzu, teilt das Bistum mit. Dann muss die Garage teilweise gesperrt werden. Die Lastwagen sollen überwiegend über den Sondermüllerweg (Zufahrt Ost) und über eine Behelfsbrücke über der Moosach (Süd) die Baustelle versorgen, denn die Zufahrt über die Domberggasse ist zu eng und durch den Torbogen beschränkt.

Welche Einrichtungen sind von den Bauarbeiten betroffen?

Der Freisinger Dom wird uneingeschränkt für Gottesdienste und Besucher offen stehen, teilt die Erzdiözese mit. Außerdem soll es ab Juli ein neues gastronomisches Angebot auf dem Domberg geben.

 

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