Um bis zu 40 Prozent Kurz vor Weihnachten: Amazon erhöht Versandkosten!

, aktualisiert am 01.12.2016 - 16:13 Uhr
Seit dem 1. Dezember hat der Online-Riese Amazon seine Versandkosten erhöht. (Symbolbild) Foto: dpa

Rund drei Wochen vor Weihnachten hat der Online-Riese Amazon die Versandkosten erhöht. Wer es mit seiner Lieferung sehr eilig hat, muss ab sofort besonders tief in die Tasche greifen.

 

München - Seit dem 1. Dezember – pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts – müssen die Kunden teilweise deutlich mehr für den Amazon-Versand zahlen, als noch zuvor.

Für Bekleidung, Drogerie-Produkte, Lebensmittel und Technik bleibt der Preis gleich. Kunden zahlen hier weiter 3 Euro für den Standardversand. Für alle anderen Produkte erhöht sich der Versand von 3 Euro auf 3,99 Euro. Auf den ersten Blick nicht viel, aber immerhin eine Erhöhung um 33 Prozent. Auch der Premium-Versand wurde teurer: Amazon-Kunden zahlen jetzt 7,99 Euro statt der bisherigen 6 Euro.

Am deutlichsten wird der Unterschied für die ganz Eiligen: Wer seine Bestellung bereits am nächsten Morgen geliefert haben möchte, zahlt ab sofort 13,99 Euro. Zuvor waren es 9,99 Euro – das ist eine Erhöhung um 40 Prozent!

Mindestbestellwert bleibt gleich

Kunden von Amazon-Prime betrifft die Preiserhöhung nicht. Die Versandkosten sind in den Jahresgebühren enthalten. Doch erst vor kurzem gab der Online-Riese bekannt, dass auch das Prime-Abo ab Februar 2017 teurer wird. Statt der bisherigen 49 Euro sind dann 69 Euro fällig. Allerdings zahlen auch Prime-Kunden für den Morning-Express –  statt der 13,99 Euro sind es jedoch "nur" 5 Euro.

Doch die Erhöhung der Versandkosten ist nicht als fiese Kundenabzocke zu verstehen, wenn man sich einmal die Hintergründe ansieht. Dem Technik-Portal "chip.de" zufolge beträgt das Versanddefizit für Amazon jährlich satte 4,2 Milliarden Euro. Der Mindestbestellwert für den kostenfreien Versand bleibt allerdings der alte. Ab einem Bestellwert von 29 Euro zahlt der Kunde nichts für die Lieferung.

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