Ulreich muss aushelfen Koa Neuer! FC Bayern bangt vor Dortmund-Hit um seinen Keeper

Nicht einsatzbereit: Manuel Neuer. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der FC Bayern muss auch im DFB-Pokal auf Manuel Neuer verzichten. Das erklärt Trainer Niko Kovac am Montag.

 

München - Der perfekte Start in diese für den FC Bayern so wichtige und wegweisende Woche mit dem Meisterschaftsendspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky und AZ-Liveticker) gegen Borussia Dortmund sieht definitiv anders aus: Nachdem er schon das Spiel in Freiburg (1:1) verletzungsbedingt verpasst hatte, fehlte Manuel Neuer auch am Montag im Mannschaftstraining.

Der Bayern-Kapitän klagt noch immer über muskuläre Probleme in der linken Wade und steht Niko Kovac deshalb weiterhin nicht zur Verfügung. Auf Nachfrage, wer denn am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky und AZ-Liveticker) im Pokalviertelfinale gegen Zweitligist Heidenheim im Tor stehen werde, antwortete der Bayern-Coach: "Ich gehe erst mal davon aus, dass das Sven Ulreich sein wird."

Sven Ulreich: Ein guter Vertreter von Manuel Neuer

Der hatte Neuer schon am Samstag in Freiburg ordentlich ersetzt. Nach größeren Anlaufproblemen zeigte er unterm Strich auch in der vergangenen Saison, die Neuer nach seinem Mittelfußbruch nahezu komplett verpasste, dass er ein sehr solider Dauervertreter sein kann. Spielpraxis und Jupp Heynckes’ Vertrauen halfen ihm damals dabei.

Glaubt man den Statistiken, ist der Torwarttausch bei Bayern aber dennoch mit Risiko und einer Schwächung verbunden. Ulreich kassierte in Freiburg in seinem zehnten Einsatz in Folge mindestens einen Gegentreffer. Drei der letzten sechs Pflichtspiele mit ihm im Tor verloren die Münchner: Anfang Februar 1:3 in Leverkusen, 1:3 im Pokalfinale 2018 gegen Frankfurt und 1:4 im letzten Ligaspiel der vergangenen Saison gegen Stuttgart. Siege gab es nur in den beiden auf die Leverkusen-Pleite folgenden Spielen gegen Schalke (3:1) und beim 3:2 nach Verlängerung im Pokalachtelfinale bei der Hertha.

Erneuter Rückschlag für Neuer - zum ungünstigsten Zeitpunkt

Damals hatte Neuer aufgrund einer Daumenverletzung für insgesamt drei Partien passen müssen. Seine erneute Zwangspause kommt gerade mit Blick auf den Ligagipfel gegen den BVB zur Unzeit.

"Das kann zwei, drei Tage dauern. Aber ich gehe davon aus, dass er spätestens im Dortmund-Spiel wieder spielen kann", hatte Ulreich in Freiburg dem "Kicker" gesagt. Das Fehlen des Kapitäns gegen Dortmund ist nun nicht mehr auszuschließen – und würde die Bayern hart treffen. Zumal Neuer, der in der vergangenen Woche seinen 33 Geburtstag feierte, gerade auf dem besten Weg schien, wieder ganz der Alte zu werden. Mit starken Leistungen war er zuletzt von der Nationalmannschaftsreise zurück nach München gekehrt. Vor allem beim 3:2-Sieg der DFB-Elf in Amsterdam gegen die Niederlande erinnerte Neuer mit seinem Stellungsspiel und seinen Reflexen an weltmeisterliche Zeiten.

Ulreich: Neuer ist besser als ter Stegen

"Grundsätzlich habe ich ein bisschen darauf gewartet, dass irgendwann einmal Sachen kommen, wo ich mich auszeichnen kann", sagte Neuer danach und ergänzte: "Ich habe eine gute Rückrunde gespielt, da bin ich fest von überzeugt. Egal, was da geschrieben wurde." Zumindest beim ersten Gegentreffer beim 1:3 im Achtelfinalrückspiel der Champions League gegen den FC Liverpool hatte Neuer alles andere als gut ausgesehen.

"Er ist einfach ein überragender Torhüter", schwärmte Ulreich kürzlich bei Sky über seinen Kollegen. Auch zu Marc-André ter Stegen, Neuer-Herausforderer in der Nationalmannschaft, äußerte sich Bayerns Nummer zwei. Ulreich sagte: "Ich glaube, Manuel ist da noch die Klasse besser." Und dieser Satz gilt auch für die Torhüter des FC Bayern.

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