UEFA-Beschluss Finale von Europa und Champions League in einer Woche

Im Cardiff City Stadium geht am 3. Juni 2017 das Finale der Champions League über die Bühne. Foto: firo/Augenklick

Die Endspiele der Champions League und Europa League sollen ab 2019 in einer Woche stattfinden. Für das Finale des zweitwichtigsten europäischen Klub-Wettbewerbs in zwei Jahren will sich auch der DFB bewerben.

 

Helsinki - Das Finale der Europa League 2019 mit den möglichen Spielorten Frankfurt/Main oder Stuttgart wird in der selben Woche wie das Endspiel der Champions League stattfinden. Diese Regelung werde von der Saison 2018/19 an gelten, entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA am Dienstag in Helsinki.

Damit sollen beide Endspiele nach Saisonende der nationalen Ligen ausgetragen werden. Für das Finale im Jahr 2019, das für Mittwoch, den 29. Mai, angesetzt wurde, will sich auch der Deutsche Fußball-Bund entweder mit Stuttgart oder Frankfurt bewerben. Als Konkurrenten haben Baku, Tiflis, Glasgow, Sevilla und Istanbul ihre Kandidatur angekündigt.

Dieses Jahr findet das Endspiel des zweitwichtigsten europäischen Klub-Wettbewerbs in Stockholm (24. Mai) noch in der Woche vor dem Champions-League-Showdown in Cardiff (3. Juni) statt. Dieser Rhythmus ist auch für 2018 noch vorgesehen.

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REFORMEN
Für das Reformpaket von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wird beim Kongress am Mittwoch die Zustimmung durch die 55 Mitgliedsverbände erwartet. "Es macht Sinn, jeder hat erkannt, dass diese Vorschläge sicherstellen, dass wir eine dynamische und korrekte Organisation sind", sagte das englische UEFA-Exekutivmitglied David Gill. Durch die Reformen sollen die Amtszeit des Präsidenten und der Exko-Mitglieder auf maximal drei Wahlperioden à vier Jahre beschränkt werden. Zudem müssen diese auf nationaler Ebene eine Führungsposition haben. Ethische Grundsätze und Prinzipien des Good Governance sollen in den UEFA-Statuten verankert werden. Eine komplett unabhängige Ethikkommission wie die FIFA will sich die UEFA aber nicht verpassen.

LIGASTREIT
Die UEFA-Regierung fordert von den europäischen Ligen nach deren Drohung im Streit um die Königsklassen-Reform Bewegung. Es sei schwierig, weil die Vereinigung der europäischen Profiligen EPFL auf konfrontative Politik setze und versuche, ihre Macht zu zeigen, sagte UEFA-Exko-Mitglied Frantisek Laurinec. "Das ist keine gute Basis für Diskussionen." Im März war die bislang gültige Vereinbarung mit der UEFA, Terminkollisionen zu verhindern, ausgelaufen. Die EPFL stellte daraufhin allen europäischen Ligen frei, ihre Spiele ohne Rücksicht auf UEFA-Clubwettbewerbe zu terminieren - und damit auch parallel zu Partien in der Champions oder Europa League.

 

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