Über eine Mio. verkaufter Exemplare Dank Kater Bob: James Bowen steht jetzt in einer Reihe mit J.K. Rowling und E.L. James

Bob hat auch seinen eigenen Twitter-Account Foto: Twitter/StreetCat Bob

Vom Ex-Junkie und Straßenmusiker zum erfolgreichen Autor: James Bowen hat in seiner britischen Heimat dank seines Katers Bob über eine Million Bücher verkauft. In Deutschland ist gerade der zweite Teil "Bob und wie er die Welt sieht" erschienen.

 

London - James Bowen (35) war obdachlos und heroinabhängig - jetzt steht der einstige Straßenmusiker laut dem "Guardian" in einer Reihe mit "Harry Potter"-Schöpferin J.K. Rowling, E.L. James ("Fifty Shades of Grey"), "Twilight"-Autorin Stephenie Meyer und Thriller-König Dan Brown. Sie alle haben in Großbritannien und Nordirland mehr als eine Millionen Bücher verkauft. Bowen hat diesen Erfolg seinem Kater Bob zu verdanken.

Die Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit "Bob, der Streuner" zum Welt-Bestseller. In der Fortsetzung "Bob und wie er die Welt sieht" (Bastei Lübbe, 256 Seiten, 8,99 Euro), die gerade in Deutschland erschienen ist, erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist. In UK verkauften sich die beiden Bücher und das dazugehörige Kinderbuch bis Mitte März 1.082.025 Mal.

"Bob, der Streuner" wurde nicht nur in Bowens britischer Heimat zum Mega-Erfolg. Verkauft wird das Buch dem Bericht zufolge in 30 verschiedenen Ländern, ganz oben in den Bestsellerlisten stand es in den USA, Brasilien, Portugal und der Türkei. In Deutschland konnte es den Spitzenplatz 27 Wochen in Folge behaupten.

In seinem ersten Buch erzählte Bowen, wie er den verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, ihn bei sich aufnahm und gesund pflegte. Seine Freiheit wollte die streunende Katze nicht mehr zurück: Bob folgte James überallhin, selbst zu seiner Arbeit als Straßenmusiker. In "Bob und wie er die Welt sieht" beschreibt Bowen seine alltäglichen Abenteuer mit seinem tierischen Freund, der täglich mit ihm im Bus zur Arbeit fährt. James verkauft an einer U-Bahnstation eine Straßenzeitung - und muss sich dort mit schlecht gelaunten Polizisten, neidischer Verkäufer-Konkurrenz oder "Tierfreunden" rumschlagen, die Bob in Gefahr sehen.

Das Buch handelt aber auch über Bowens hartem Leben als Ex-Drogenabhängiger, krank sein kann sich der Straßenverkäufer kaum leisten. Umso schlimmer, als er eines Tages kaum mehr laufen kann... Auch vor der ersten Signierstunde von "Bob, der Streuner" hat Bowen panische Angst: "Ich war kein Vorzeige-Autor, kein aufgestylter Publikumsliebling. Meine Welt war immer noch am Rande der Gesellschaft. Oder zumindest sah ich das so. Ich zweifelte keine Sekunde daran, dass alle Leute Bob lieben würden. Aber ich zitterte vor Angst, dass sie mich hassen könnten", heißt es in "Bob und wie er die Welt sieht". Eine Angst, die sich als unbegründet herausstellte. Schon die erste Signierstunde wurde zum vollen Erfolg.

Bob und Bowen arbeiten inzwischen natürlich nicht mehr auf der Straße, laut "Guardian" sitzt der neue Erfolgs-Autor an einer Reihe Kinderbücher. Auch einen Film über die beiden soll es schon bald geben. Für seine Fans hat Bob inzwischen auch eine Facebook-Seite und einen Twitter-Account eingerichtet.

 

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