Über 200 Meter Freistil Biedermann schwimmt zu WM-Bronze

Paul Biedermann wird seine Karriere nach Olympia 2016 in Rio de Janeiro beenden. Foto: dpa

Es war sein erstes WM-Edelmetall seit seinen drei Bronzemedaillen vor vier Jahren in Shanghai: Paul Biedermann hat in Kasan die Bronzemedaille gewonnen.

 

Kasan - Weltrekordler Paul Biedermann hat im letzten WM-Einzelfinale seiner Karriere die erhoffte Medaille gewonnen.

Der 28-Jährige sicherte sich auf seiner Paradestrecke über 200 m Freistil in 1:45,38 Minuten Bronze. Der Hallenser musste nach einer phänomenalen Aufholjagd lediglich dem britischen Überraschungsweltmeister James Guy (1:45,14) und dem Chinesen Sun Yang (1:45,20) knapp den Vortritt lassen.

Für Biedermann, der nach Olympia 2016 in Rio de Janeiro seine Karriere beenden wird, war es das erste WM-Edelmetall seit seinen drei Bronzemedaillen vor vier Jahren in Shanghai. Mit der ersten Beckenmedaille von Kasan schraubte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) seine Bilanz auf fünfmal Edelmetall.

Zuvor hatten lediglich die Freiwasserschwimmer in der ersten WM-Woche viermal den Sprung aufs Podest geschafft.

Zwei von vier deutschen Schwimmer waren bis dahin am dritten Tag der Beckenwettbewerbe bei den Weltmeisterschaften in Kasan in den Vorläufen weitergekommen. Alexander Kuhnert erreichte mit der um acht Hundertstelsekunden verbesserten persönlichen Bestzeit von 1:57,28 Minuten über 200 Meter Schmetterling als 16. gerade so das Halbfinale am Dienstagnachmittag.

"Ich bin mehr oder weniger zufrieden. Ich habe ein Ziel nicht erreicht, aber dafür das Semifinale als zweites Ziel - und da kann ich das andere Ziel ja noch mal angreifen", sagte Kuhnert. Das andere Ziel: Der 29 Jahre alte deutsche Rekord (1:56,24) von Michael Groß.

Feldwehr blieb in 27,41 Sekunden über 50 Meter Brust knapp über seiner Zeit von den deutschen Meisterschaften (27,35). "Es war soweit okay, ich bin sicher weiter als Neunter, die Zeit ist okay", erklärte der Achte über 100 Meter.

Als Schnellster aller Vorläufe verbesserte der Südafrikaner Cameron Van der Burgh seinen sechs Jahre alten Weltrekord um fünf Hundertstelsekunden auf 26,62 Sekunden. Der 100-Meter-Olympiasieger stellte den insgesamt fünften Weltrekord der Titelkämpfe auf. Adam Peaty aus Großbritannien schlug nach 26,68 Sekunden an.

Damit ist Feldwehr endgültig seinen Europarekord von 26,83 aus dem Jahr 2009 los. Erwartungsgemäß waren die Vorläufe über 800 Meter Freistil für Florian Vogel (7:53,61 Minuten) und Sören Meißner (7:57,93) Endstation. Meißner blieb klar über seiner Bestzeit, Vogel kam seiner zumindest nahe.

"Das Fazit ist schon positiv. Das Rennen war so, wie ich es mir selber vorgestellt habe", erklärte der Münchner, der über 400 Meter als Neunter nach dem Vorlauf-K.o. noch enttäuscht war.

 

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