Hooligan-Skandal in der Youth League FC Bayern: Jetzt sprechen Demichelis und Schwarz

, aktualisiert am 24.10.2019 - 09:36 Uhr
Beim Spiel der U19 zwischen Olympiakos Piräus und dem FC Bayern kam es zu Ausschreitungen. Foto: dpa

Beim U19-Spiel des FC Bayern gegen Olympiakos Piräus in der UEFA Youth League kommt es zu schweren Krawallen. Der Fanbeauftragte der Münchner, Andreas Brück, wurde unter anderem verletzt.

 

Piräus - Schockierende Szenen in Piräus: Das Youth-League-Spiel der U19 des FC Bayern bei Olympiakos Piräus ist am Dienstag von Zuschauer-Ausschreitungen überschattet worden.

Weil wenige Minuten vor Spielende mehrere vermummte Fans auf den Platz rannten, musste die Begegnung beim Stand von 4:0 für die Gäste unterbrochen werden. Erst nach rund 25 Minuten konnte das Spiel fortgesetzt und ohne weitere Treffer letztlich zu Ende gebracht werden. In Piräus trafen Joshua Zirkzee (3) und Lasse Günther für die Jugend der Münchner.

Bayern-Fanbeauftragter Brück verletzt

Doch das geriet angesichts der schweren Krawallen natürlich in den Hintergrund. Rund 80 Hooligans, darunter einige mit Motorrad-Helmen maskiert und Stöcken in der Hand, stürmten den Platz. Am Münchner Block wurden Fahnen geklaut, dazu warfen die Vermummten Gegenstände in die Zuschauerreihen.

Mittlerweile haben sich auch die Trainer Martin Demichelis und Sandro Schwarz zu dem Vorfall geäußert. "Der Zwischenfall kurz vor Spielende hat uns natürlich geschockt. Das werden wir jetzt gemeinsam mit den Spielern aufarbeiten. Unser Dank geht an die Spieler, Trainer und Verantwortlichen von Olympiakos, die sich anschließend sehr fürsorglich verhalten haben", teilen Demichelis und Schwarz mit.

Um die verletzten Anhänger, die teilweise stark bluteten, darunter auch der Bayern-Fanbeauftragte Andreas Brück, kümmerte sich das medizinische Personal des FC Bayern zur Erstversorgung. Insgesamt gab es drei verletzte Bayern-Fans, die mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Im Anschluss an die Partie wurden die Anhänger der Münchner unter Polizeischutz aus dem Stadion gebracht. Einige Spieler der Münchner sollen geweint haben. 

Der deutsche Rekordmeister hat gegen die Vorfälle bei der UEFA bereits Beschwerde eingelegt, eine Untersuchung wird eingeleitet.

Bereits vor vier Jahren kam es zu Ausschreitungen

Piräus entschuldigte sich in einer Mitteilung für die Vorfälle. "Diese Eindringlinge haben nichts mit der Olympiakos-Familie zu tun und stehen mit ihr in keinerlei Verbindung", hieß es da. Trainer Dimitris Mavrogenidis sagte laut "Bild" mit emotionalen Worten: "Es tut mir leid. Das ist nicht mein Olympiakos. Das ist mein schlimmster Tag, seitdem ich im Fußball bin." 

Bereits vor vier Jahren war es bei einem Bayern-Spiel in Piräus zu Ausschreitungen gekommen. Damals stürmten Polizisten den Fanblock beim Champions-League-Spiel gegen Olympiakos mit Schlagstöcken, nachdem Anhänger der Münchner mit Worten und Gesten provoziert hatten. Der Einsatz der Polizei wurde damals von Bayerns Fanbeauftragter Raimond Aumann als "überhart" bezeichnet.

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