U-Bahnstation Untersbergstraße Irrer Frauen-Schläger in Obergiesing

Der Tatort: das Sperrengeschoss U-Bahnhof Untersbergstraße. Foto: Hub

Ein 21-Jähriger geht in Obergiesing auf drei fremde Frauen los und verprügelt sie. Jetzt sitzt er in Haar.

Obergiesing - In blindem Hass schlägt der 21-Jährige aus Taufkirchen zu. Drei Frauen greift er an. Erst als ihn mehrere Passanten überwältigen, ist der Horror vorüber.

Der Amoklauf des 21-Jährigen ereignete sich bereits am letzten Samstag, wie erst gestern bekannt wurde. Tatort ist das Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Untersbergstraße.

Eine 23-jährige Kosmetikerin ist gegen 22.30 Uhr auf dem Weg zu U-Bahn. Plötzlich spürt sie einen Schlag im Rücken. Die Frau schreit vor Schmerz auf.

Ein junger Mann hat sie völlig grundlos angegriffen. Die Kosmetikerin ist geschockt. Sie hat nichts getan, den Mann weder angesehen noch angesprochen. Glücklicherweise ist sie mit dem Irren nicht alleine. Im Sperrengeschoss sind noch mehr Menschen. Sie bittet die 23-Jährige um Hilfe.

Die Zeugen wollen helfen. Zu ihrer Überraschung geht der 21-Jährige aber sofort auch auf die Gruppe los. Wieder hat er es auf eine Frau abgesehen. Eine 24-Jährige aus Berlin erhält einen Faustschlag auf den Hinterkopf. Sie und ihre Begleiter wollen davonzulaufen. Doch der Angreifer setzt ihnen nach. Auf der Rolltreppe nach oben kommt ihnen eine 32-Jährige entgegen. Sie wird das nächste Opfer.

Der 21-Jährige stürzt sich auf die Bulgarin. Er schlägt ihr mit Fäusten ins Gesicht. Sie bricht zusammen. Das Opfer blutet. Doch der Taufkirchnner lässt nicht von ihr ab. Er prügelt auf die Frau ein. Er packt sie am Kopf, reißt an ihren Haaren und schlägt sie mit dem Gesicht gegen die Metallverkleidung der Rolltreppe.

Wieder sind mehrere Zeugen zur Stelle. Sie greifen sofort ein. Gemeinsam gelingt es, den Taufkirchner zu Boden zu drücken. Eine Polizeistreife nimmt den Schläger fest.

Die 32-Jährige kommt ins Krankenhaus. Ihre Nase ist zerschmettert. Sie hat Platzwunden im Gesicht, ein blaues Auge und blutige Verletzungen am Hinterkopf.

Der Frauenhasser wird noch am selben Abend ins Bezirkskrankenhaus Haar eingeliefert. Wegen Fremdgefährdung kommt er auf die geschlossene Abteilung. Warum er die drei Frauen angriff, ist unklar. Allerdings wurde gegen ihn bereits zweimal wegen Körperverletzung ermittelt.

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