U-Bahn und Schulen in Rom evakuiert Epizentrum nahe Amatrice: Schwere Erdstöße erschüttern Italien

, aktualisiert am 18.01.2017 - 13:04 Uhr
In Amatrice bebte bereits im Herbst die Erde, nun gab es erneut schwere Erdstöße. Foto: dpa

Italien wird erneut von schweren Erdbeben erschüttert. In Rom wird die U-Bahn evakuiert, das Epizentrum liegt nahe Amatrice

 

Rom - Mittelitalien kommt nicht zur Ruhe. Am Vormittag bebte nahe Aquila die Erde, kurze Zeit später erschütterte ein zweites und drittes Beben die Region. Auch in der Hauptstadt Rom waren die Stöße zu spüren. Das Erdbebenzentrum des Landes gab den ersten Stoß mit einer Stärke von über fünf an.

Aufgrund der anhaltenden Stöße wurde in Rom die U-Bahn evakuiert, der Verkehr wurde eingestellt. Auch einige Straßen sind gesperrt. Zudem wurden einige Schulen und Universitäten geschlossen, Schüler und Studenten mussten die Gebäude verlassen.

Auch die Zeitung "La Repubblica" musste ihre Redaktionsräume kurzzeitig räumen.


Studenten stehen vor einer Uni in Rom, die evakuiert wurde. Foto: dpa

Epizentrum in Latium nahe Amatrice - Schnee behindert Rettungsmaßnahmen

Das Zentrum lag laut Erdbebenwarte in rund zehn Kilometern Tiefe zwischen der Abruzzen-Stadt L'Aquila und der Stadt Rieti in der Region Latium und damit nahe der Stadt Amatrice. Derzeit machen auch Schnee und Eiseskälte den Menschen in der Gegend zu schaffen.

Die Region um Amtrice war erst im vergenen Herbst von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden, das Dorf wurde fast komplett zerstört. 299 Menschen starben. Ersten Berichten zufolge gab es bei den neuerlichen Stößen drei Verletzte, auch einige Gebäudeschäden werden gemeldet.

Die Rettungskräfte haben vor allem mit den Witterungsbedingungen zu kämpfen: Seit Tagen fällt in den Abbruzzen Schnee, teilweise liegt mehr als ein Meter. Einziger kleiner "Hoffnungsschimmer": In Amatrice ist nicht mehr viel, das kaputt gehen kann.

 

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