TV-Kritik zum ARD-Krimi mit Richy Müller "Freigang": So war der Tatort aus Stuttgart

Andreas Franke (Herbert Knaup, li.) ist der Chef des allgemeinen Vollzugs in der JVA Zuffenhausen, von seinen Mitarbeitern "der King" genannt. Leutselig kümmert er sich um seinen Mitarbeiter Peter Seiler (Richy Müller. re.) doch der spürt, dass er dabei auch geprüft wird. Foto: SWR

Der letzte aktuelle Tatort-Krimi "Freigang" (mit Richy Müller) vor dem Sommerloch-Tauchgang ins Wiederholungs-Archiv galt einem Dauerproblem in öffentlichen Institutionen - der Korruption von innen. Die AZ-Kritik.

 

Im Stuttgarter Tatortkrimi „Freigang“ (Buch: Sönke Neuröhmer, Martin Eigler, Regie: Martin Eigler, ARD/SWR) ging es um Familie und den familienfeindlichen Beruf, um Vater-Tochter-Beziehungen und die scheinbare Vorbildlichkeit der (fiktiven) Justizvollzugsanstalt Zuffenhausen: Kommissar Lannert (Richy Müller) lässt sich als vermeintlicher Vollzugsbeamter in die Anstalt einschleusen, und trotz der Monotonie des Milieus (Leben im Knast von früh bis spät) kommt Lannert als Undercover-Agent im heimlichen Verbund mit seinem Kollegen Boots (Felix Klare) dem Zentrum einer mafiösen Beamtenhierarchie (Herbert Knaup) immer näher.

Die gradlinige Erzählweise ermöglicht Spannungsbögen und falsche Fährten, ohne den Zuschauer mit großen Überraschungen zu strapazieren: Man ahnt den Sumpf - und dass man da kaum wieder herauskommt.

Fazit: Ein konventioneller, aber solide gezimmerter „Tatort“ - schwäbische Bürgerlichkeit mit professioneller Gefühlsbremse.

 

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