Tunesien Etwa 1000 Flüchtlinge auf Lampedusa eingetroffen

Auf der italienischen Insel Lampedusa sind am Wochenende erneut nahezu 1000 Flüchtlinge aus Libyen angekommen.

 

Rom - Wie die Behörden mitteilten, erreichte ein Boot mit 347 Menschen in der Nacht zum Samstag die Felseninsel im Mittelmeer. Ein zweites Boot mit mehr als 600 Flüchtlingen machte dann am Nachmittag im Hafen der Insel fest, die 130 Kilometer vor der nordafrikanischen Küste liegt.

Die italienische Küstenwache kümmerte sich außerdem in der Nacht zum Sonntag um ein Boot mit etwa 150 Migranten aus Tunesien, das am Samstag vor Lampedusa mit einem Motorschaden liegengeblieben war.

Nach rund einwöchiger relativer Ruhe hatten in den vergangenen Tagen bereits wieder 900 Flüchtlinge die Insel erreicht. Nach Behördenangaben handelte es sich fast ausschließlich um afrikanische Gastarbeiter aus Libyen. Sie fliehen vor dem Bürgerkrieg in dem Land.

Seit Beginn der nordafrikanischen Revolutionswelle im Januar sind über 30 000 Menschen auf der nur 20 Quadratkilometer großen Insel angekommen - großteils Tunesier. Anfang April hatten Rom und Tunis dann ein Abschiebe-Abkommen und mehr Küstenkontrollen vereinbart. Seither kommen vor allem afrikanische Flüchtlinge aus Libyen an.

 

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