Türkenstraße Nach Explosion: "Einige haben Schmuck geplündert"

Durch die Explosion in der Türkenstraße wurde wertvoller Schmuck aus der Goldschmiede geschleudert. Vieles konnte eingesammelt werden, aber einige Stücke wurden offenbar gestohlen. Auch das "Prunkstück des Ladens", eine Armspange aus Gold, ist verschwunden. Foto: Thomas Gaulke/imago

Nach der Explosion in der Türkenstraße haben offenbar Langfinger die Gunst der Stunde genutzt und wertvollen Schmuck geplündert. Auch das "Prunkstück des Ladens" ist weg.

 

Maxvorstadt - Die antike Armspange aus 750er-Gold flog nicht weit. Höchstens über den Gehsteig, genau vorm Laden. Dort fiel sie zwischen Autos auf dem Boden.

Jetzt ist sie weg – sagt Jutta H. Sie ist die Ex-Freundin des Goldschmieds Hans Starr. Sie wohnt gleich gegenüber vom Schmuckgeschäft und war als eine der ersten nach der Explosion vor Ort.

Die goldene Spange habe sie noch gesehen, sich aber nicht gleich darum gekümmert. Jemand müsse sie gestohlen haben – und mit ihr viele andere Schmuckstücke aus dem „Gold- und Silvermarket“.

Allein der Verlust der Armspange sei für Hans Starr schon eine Katastrophe. „Sie war das Prunkstück des Ladens, stand immer im Schaufenster. Sie allein war 6500 Euro wert“, sagt Jutta H. Der Gesamtschaden sei aber noch weit höher. „Der Schmuck ist 50 Meter weit geflogen. Freunde haben uns geholfen, es aufzuheben. Aber einige haben den Schmuck einfach geplündert!“ Nun fehlten Stücke im Wert eines „höheren fünfstelligen Betrags“.

 

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