Türken-Präsident als Trauzeuge? Bericht: Özil lädt Erdogan zur Hochzeit ein

Özil (M.) mit seiner Verlobten Amine Gülşe. Der Fußballer soll Türken-Präsident Erdogan zu seiner Hochzeit eingeladen haben. Foto: twitter/Akparti

Im Mai 2018 ließ sich Mesut Özil mit dem türkischen Präsidenten Erdogan fotografieren. Was folgte, war eine peinliche sportpolitische Posse und der Rücktritt Özils aus der deutschen Nationalmannschaft. Nun traf Özil den Politiker wieder und soll ihn zu seiner Hochzeit eingeladen haben - und nicht nur das.

München/Istanbul - Als sich Mesut Özil (30/Arsenal London) im Mai 2018 gemeinsam mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (65) fotografieren ließ, war dies der Anfang vom Ende der Karriere Özils in der deutschen Nationalelf.

Am Freitag kam es nun zu einem erneuten Aufeinandertreffen des Fußballprofis mit dem Politiker. Die Zeitung "Hürriyet" schreibt, Özil und Amine hätten Erdogan am Freitag auf am Flughafen in Istanbul im Regierungsterminal empfangen. Und diesmal hatte Özil mehr als nur ein Trikot als Geschenk für den Staatschef dabei.

Özil lädt Erdogan zur Hochzeit ein

Verschiedene türkische Medien berichten, dass Özil Erdogan zu seiner Hochzeit im Sommer eingeladen haben soll. Wenn Özil seiner Verlobten Amine Gülşe (25) das Ja-Wort geben will, soll Erdogan aber nicht nur Ehrengast sein - Özil soll den Türkei-Präsidenten sogar darum gebeten haben, sein Trauzeuge zu werden.

Erdogan wurde in der Vergangenheit schon häufiger auf Hochzeiten von türkischen Sportstars eingeladen und übernahm dann das Amt des Trauzeugens. So geschehen bei Arda Turan (32/Basaksehir, früher FC Barcelona), Emer Belezoglu ( 38/Basaksehir) oder Ex-HSV-Star Gökhan Töre (27, Besiktas Istanbul).

Erdogan als Trauzeuge von Özil?

Erdogan als Trauzeuge des ehemaligen DFB-Stars? Es wäre das nächste Kapitel in der unrühmlichen Affäre um Erdogan und Özil.

Im Mai 2018, kurz vor der Nominierung des DFB-Teams zur WM 2018 in Russland, ließ sich Özil in London bei der Übergabe eines Trikots ablichten. Fotos von diesem Treffen nutzte Erdogans Partei AKP später zu Propagandazwecken.

Da Özil im Anschluss jedes öffentliche Statement zu diesem Treffen verweigerte, wuchs die Kritik an dem Nationalspieler, immer häufiger wurde er von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Özil-Erdogan-Affäre wird zur sportpolitischen Posse

Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft nach der Vorrunde forderte DFB-Präsident Reinhard Grindel (58) eine Stellungnahme von Özil. Diese sollte zwei Wochen später erfolgen.

Am 22. Juli gibt Özil über seine Social-Media-Kanäle seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Dabei rechnete er auch mit dem DFB ab. So schrieb Özil: "Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre."

Über sein Treffen mit Erdogan sagte er damals: "Für mich ging es bei einem Foto mit Präsident Erdogan nicht um Politik oder um Wahlen, sondern darum, das höchste Amt des Landes meiner Familie zu respektieren."

Möglicherweise respektiert Özil Erdogan demnächst auch als seinen Trauzeugen.

Lesen Sie hier: Der Fall Özil - Ein Drama mit vielen Verlierern

 

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