TSV 1860 vor Rettung Die letzten Details - dann fließt Schampus!

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer (l.) und Präsident Dieter Schneider Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Noch ist nicht alles klar, noch hat 1860 ein paar Aufgaben zu erledigen. Die AZ kennt den Fahrplan zur Rettung.

 

München - Bis die Löwen ihre Rettung Anfang kommender Woche verkünden können, müssen sie noch einige Schritte bewältigen. „Unsere größten Sorgen sind wir vielleicht schon los”, sagte Präsident Dieter Schneider am Freitagabend, „so lange aber noch Baustellen offen sind, werde ich den Teufel tun und ein Fläschchen Sekt aufmachen.”

Heißt also: Die letzten Details, die letzten Rettungsmaßnahmen, dann fließt der Schampus. Erst mal holen Schneider und Geschäftsführer Robert Schäfer am Samstagmittag ihren am Donnerstag gecancelten Flug nach St. Petersburg nach. Dort erhoffen sie sich eine Verzichtserklärung einer privaten Gläubigerin, die den Löwen vor sechs Jahren eine Million Euro lieh. Die Rückreise aus Russland ist zeitig geplant, denn zumindest Schneider will sich am Sonntagmittag in Paderborn das letzte Saisonspiel nicht entgehen lassen. „Es wird ein stressiges Wochenende”, sagte der 63-Jährige, „aber bald wird es hoffentlich ruhiger für mich.”

Bis Montag wünschen sich die Löwen dann alle der vor wenigen Tagen an die Gläubiger verschickten Verzichtserklärungen zurück; als Allerletzter will (aus Dramaturgiegründen?) der Spielerberater Nicolai Schwarzer seine Unterschrift leisten. Zudem muss noch eine Einigung mit der Vermarktungsagentur IMG erzielt werden; hierbei gilt auch weiterhin eine finanzielle Ablöse durch Ismaik als auch eine Neuverhandlung der Verträge als möglich.

Sollten die Löwen von der DFL zum Wochenbeginn tatsächlich grünes Licht bekommen und Ismaik den Ligaforderungen zustimmen, könnte der Jordanier kurz darauf nach München kommen, um den Kooperationsvertrag zu unterzeichnen. Im Anschluss hätte er drei Tage Zeit, um den Kaufpreis von 13 Millionen Euro zu überweisen.

 

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