TSV 1860 vor KSC-Spiel Neu-Löwentrainer Möhlmann und die Abwehr-Fragen

Will die Löwen aus dem Tabellenkeller führen: Neu-Trainer Benno Möhlmann. Foto: sampics/Augenklick

Die Defensive des TSV 1860 gibt Rätsel auf: Auf einen Torwart will sich Möhlmann nicht festlegen, neben Kapitän Schindler ist der angeschlagene Rodnei fraglich. Und wer gibt den Abräumer für Degenek?

 

München - „Es ist ärgerlich, so viele Ausfälle zu haben, gerade in der Defensive. Müssen sich gegen Karlsruhe eben andere zeigen, die ihre Chance kriegen“, sagte Milos Degenek. Er zählt auch zu jenen Abwehrspielern des TSV 1860, die am Montag gegen den KSC (20.15 Uhr) fehlen – er ist gelbgesperrt.

Die Löwen haben in ihrer Hintermannschaft gleich mehrere brennende Fragen. Neu-Coach Benno Möhlmann ist in seiner zweiten Woche an der Grünwalder Straße und vor seiner Liga-Premiere noch in der Findungsphase. „Ich versuche im Moment, für Montag eine gute Startformation zu finden, einen guten Kader – ich denke, das wird mir auch gelingen“, sagt Möhlmann.

Die AZ zeigt die Abwehr-Fragen der Löwen:

Wer wird Stammkeeper?

Vitus Eicher oder Stefan Ortega? Ricardo Moniz und Markus von Ahlen bevorzugten beide den fußballerisch besseren Ortega (22), Fröhling vertraute stattdessen auf Eicher (24). Dessen Vorteile: Er ist ein paar Zentimeter größer, stärker auf der Linie. Was wird Möhlmann mit den beiden in etwa gleich starken, für ihr Alter sehr routinierten Schlussmännern tun? „Das werden wir im Trainerteam besprechen, dann wird die Entscheidung fallen“, sagte Möhlmann, der weiß, „dass wir im Torwart-Bereich die wenigsten Probleme haben, weil beide Torhüter sehr gut sind, beide das auch schon bewiesen haben“. Im Test in Innsbruck (3:1) durften beide je eine Halbzeit spielen, gegen den KSC kann es aber nur einen Keeper geben. Wer das Rennen macht, bleibt die Nummer eins, sagt Möhlmann: „Die Torwart-Position wird sicherer ausgefüllt, wenn man nicht laufend wechselt.“

Wer ersetzt Milos Degenek?

„Ich würde der Mannschaft so gerne helfen, aber ich bin mit meinen fünf gelben Karten ja selber schuld daran, dass es nicht klappt“, sagte dieser selbstkritisch. Wer übernimmt also für den bisher alternativlosen Abräumer vor der Abwehr? „Müssen Sie den Trainer fragen“, sagte der Australier. Der will sich nicht in die Karten schauen lassen („Alles nicht so einfach…“), dürfte aber in erster Linie an Daniel Adlung denken. Der eigentlich offensivere Mittelfeld-Chef, gestern nach überstandener Schienbeinprellung wieder im Teamtraining, spielte schon in der vergangenen Saison unter Fröhling auf der Sechs. Alternative: Emanuel Taffertshofer (20), zuletzt regelmäßig im Löwen-Training.

Wird Rodnei rechtzeitig fit?

In der Viererkette wird’s problematisch, sollte Innenverteidiger Rodnei ausfallen. Er litt zuletzt unter Adduktorenbeschwerden, konnte gestern nur Lauftraining absolvieren. Möhlmann: „Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, die Planung ist aber, dass er am Freitag wieder dabei ist.“ Weil Gui Vallori (Kreuzbandriss) erst in dieser Woche wieder ins Lauftraining eingestiegen ist und sich Kai Bülow kürzlich einen Innenbandriss im Knie zugezogen hatte, müssten die Löwen improvisieren, denn auch die gelernten Innenverteidiger Degenek und Gary Kagelmacher (derzeit Rechtsverteidiger) können nicht aushelfen.

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Dürfen Löwen-Jungspunde mitmischen?

U19-Innenverteidiger György Hursan (18) und der vielseitige U21-Linksverteidiger Sertan Yegenoglu (19, auch innen und auf der Sechs einsetzbar) durften in den letzten Tagen mittrainieren. Möhlmann dazu: „Das hängt von Rodnei ab. Es ist gut möglich, dass einer oder beide im Kader stehen werden.“    

 

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